Mittwochsimpuls Vaterherz Gottes

Lesedauer 4 Minuten

Was mich zur Zeit sehr beschäftigt ist die Vaterliebe Gottes. Ich möchte immer mehr erkennen wie Gott als Vater ist, seine Eigenschaften und wie er uns als seine Kinder erzieht. Mit meiner bewussten Entscheidung für Jesus und meiner geistlichen Wiedergeburt bin ich zu einem Kind Gottes geworden und habe mein Leben seiner Autorität und Fürsorge unterworfen. Gott ist der Vater aller Väter und der beste Vater, den es gibt.

„Weil ihr nun seine Kinder seid, schenkte euch Gott seinen Geist, denselben Geist, den auch der Sohn hat. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba[1], lieber Vater!“ Galater 4,6

Die Erziehung der Kinder ist eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe und wer könnte ein besserer Erziehungsratgeber sein als mein himmlischer Vater. In diesem Bereich merke ich, dass ich als unvollkommener Mensch immer wieder Fehler mache und vor Herausforderungen und Prüfungen stehe, vor allem bei meinen Kindern im Teenageralter. Da kommt es öfter zu Konfliktsituationen, Machtkämpfen, Streit und jede Menge Diskussionen, da wir in vieler Hinsicht unterschiedliche Ansichten haben. Wie kann ich angemessen reagieren, wenn die Kinder sich nicht an Regeln halten, Grenzen überschreiten. Welche Freiheiten kann ich geben, in welchen Punkten sollte ich strenger sein?

Wenn ich in der Bibel lese spricht Gott oft zu mir und je mehr ich in das Wort Gottes eintauche, umso besser kann ich Gott kennenlernen und sein Handeln und seine Absichten verstehen.

Wie erzieht Gott seine Kinder?

Wie erlebe ich Gott Vater?

Der liebende Vater

Ich erlebe Gott in erster Linie als barmherzigen Vater, der seine Kinder bedingungslos liebt. Seine Liebe ist nicht abhängig von meiner Leistung, seine Liebe zu mir ist immer diesselbe. Er ist ein Vater, der mich kennt und es immer gut mit mir meint. Seine Gedanken über mich sind gut. Er spricht Gutes über mein Leben aus und er hat einen guten Plan für mein Leben. Er ist ein liebender Vater, der mich beschützt und auf mich aufpasst. Er ist der gute Hirte, der mich nicht mir selbst überlässt, sondern mir nachgeht, um mich zurückzuholen, wenn ich auf Abwege gekommen bin und mich verloren habe. Er gibt mich niemals auf. Er kümmert sich um mich und versorgt mich, mit allem was ich brauche. Er ist voller Mitgefühl. Er ist beständig und steht zu seinem Wort. Er ist aufmerksam, hört mir zu. Er ist gütig und großzügig und immer treu. Er schenkt Geborgenheit und tröstet, so wie eine Mutter ihr Kind. Er ist ein Ermutiger.

Der autoritäre, zurechtweisende Vater

Der zweite Aspekt seiner Liebe ist auch seine Autorität. Aus Liebe, weil er es gut mit mir meint, gibt er mir einen gewissen Rahmen, in dem ich mich bewegen sollte. Diese Grenzen schützen mich vor Dingen, die schlecht für mich sind. Gott weiß am besten, was gut für mich ist, besser als ich selbst. Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, daß ich ein Ziel verfolgt habe, das ich nicht erreicht habe und wo ich im Nachhinein froh darüber war daß Gott diese Tür verschlossen hielt, da nichts Gutes dabei herausgekommen wäre. Gott möchte mich auf gutem Weg führen und deshalb weist er mich zurecht und ermahnt mich durch das Wort Gottes und den heiligen Geist. Er schenkt mir Freiheit in Grenzen zu meinem Besten. Grenzen geben mir Orientierung und Sicherheit. Ohne diese Grenzen wäre alles unübersichtlich und viel zu weit. Wer grenzenlos ist, ist auch haltlos. Wenn ich das Leben Jesu betrachte, der das Wesen des Vaters im Himmel zeigt, sehe ich seinen liebevollen Umgang mit Menschen, aber auch seinen Zorn und seine Wut bei Fehlverhalten. Er hat die Menschen auch zurechtgewiesen und hat ihr Verhalten verurteilt. Trotzdem hat er sie geliebt.

Der vergebende Vater

Zudem ist Gott ein ein vergebender Vater, voller Gnade. Ich weiß, ich kann immer wieder zu ihm zurückkommen, auch wenn ich Fehler gemacht habe. Er wird mir verzeihen und mich mit offenen Armen empfangen. Seine Vergebung geht sogar soweit, daß er seinen Sohn Jesus für mich opfert, um meine Schuld zu bezahlen und mich wieder mit ihm zu versöhnen und ich in Beziehung zu Gott leben kann.

Diese Beziehung ist für Gott-Vater das Wichtigste. Er hat mich und dich geschaffen um ein Gegenüber zu haben, um in Beziehung mit uns zu sein. Er möchte uns nahe sein und uns begegnen. Er interressiert sich für uns und möchte teilhaben an unserem Leben. Bald feiern wir Weihnachten und genau deshalb feiern wir dieses Fest. Gott macht sich klein, uns gleich, wird Mensch, verlässt den Himmel und kommt auf die Erde. Nicht als mächtiger König, sondern als kleines Kind in einer kleinen Futterkrippe, in ärmlichen Verhältnissen um den Menschen zu begegnen. Er kommt zu mir und zu dir.

In den erzieherischen Fragen und Zweifeln, die ich habe, möchte ich mich von Gott führen und leiten lassen und im Gebet immer wieder um Weisheit bitten. Wenn ich mir Gottes Vaterherz anschaue, erkenne ich genau meine Stärken und Schwächen. Vor allem aber bete ich viel für meine Kinder und lege sie in Gottes Hände. Ich vertraue, daß Gott einen guten Plan für ihr Leben hat und bitte um Schutz und Bewahrung. Ein Gebet kann viel bewirken, vor allem auch gemeinsames Gebet mit Glaubensgeschwistern.

“ Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20

Das Gebet verbindet mich mit Gottes Gedanken, nimmt mir die Last und verändert Situationen. Kein Gebet geht verloren.

Das Gebet nützt der ganzen Welt, denn der Frieden beginnt zu Hause und in unseren eigenen Herzen. Wie können wir Frieden in die Welt bringen, wenn wir keinen Frieden in uns haben? Mutter Teresa

 

Bibelvers der Woche

Lesedauer < 1 Minute

Jesus selbst ist der Grund meiner Freude, unabhängig von Äußerlichkeiten und Umständen.

„Bei Gott wohnt die Freude und von ihm kommt sie herab und ergreift
Geist, Seele und Leib, und wo diese Freude einen Menschen
gefaßt hat, dort greift sie um sich, dort reißt sie mit, dort sprengt
sie verschlossene Türen. Es gibt eine Freude, die von Schmerz,
Not und Angst des Herzens gar nichts weiß; sie hat keinen
Bestand, sie kann nur für Augenblicke betäuben. Die Freude
Gottes ist durch die Armut der Krippe und die Not des Kreuzes
gegangen; darum ist sie unüberwindlich, unwiderleglich. Dietrich Bonhoeffer

 

Mittwochsimpuls Advent – Was wirklich zählt

Lesedauer 3 Minuten

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Wir bereiten uns auf das Weihnachsfest vor. Wir dekorieren, backen Kekse, schmücken Weihnachtsbäume, beleuchten unsere Häuser und Straßen, besorgen Weihnachtsgeschenke, hetzen von einer Weihnachtsfeier zur nächsten. Eigentlich sollte der Advent eine ruhige, besinnliche Zeit sein, aber jedes Jahr wieder merke ich, wie schwierig es ist, nicht im Weihnachtstrubel und der Hektik den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Ich spüre die Eile der Menschen, Unruhe und Rastlosigkeit und muss aufpassen mich da nicht mithineinziehen zu lassen. Äußerlich ist alles in Fülle da und scheint alles perfekt, aber innerlich sind die Menschen oft leer und unzufrieden.

Beim Schreiben dieses Impulses hat Gott mir ein Bild gezeigt, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Bild hatte einen äußeren Rahmen, der alle Tätigkeiten beeinhaltet, welche ich vorher aufgezählt habe. All diese Aktivitäten nehmen so viel Zeit in Anspruch, dass das Gestalten des eigentlichen Bildes viel zu kurz kommt.

Im Zentrum des Bildes sehe ich Jesus, der vor meiner Herzenstür steht. Leise klopft er an, er möchte so gerne eintreten und bei mir ankommen, mir begegnen, genau in der Situation, in der ich mich gerade befinde. Er selbst möchte das Licht sein, das mein Innerstes erhellt und alle Dunkelheit in mir vertreibt. Er erinnert mich daran innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und seine Stimme zu hören.

Advent bedeutet Ankunft. Oft versuche ich aus eigener Kraft, Bemühungen, Geschäftigkeit anzukommen und komme nie an, bis ich verstehe, daß Jesus sich gar nichts erwartet, außer ein offenes, ihm hingegebenes Herz, das ihn einlässt. Er stellt keine Bedingungen. Gott möchte kommen, ganz egal, wie es in meinem Herzen aussieht, ob ich stark bin oder schwach, traurig oder fröhlich, ängstlich oder mutig, verzweifelt oder zuversichtlich, zornig, wütend oder mit Schuldgefühlen beladen.

Dieses Bild malt mir klar vor Augen, worauf ich den Blick richten möchte. Es geht um Gott. Er macht sich klein, wird ganz Mensch und wird damit selbst zum größten Geschenk für mich. Die Entscheidung dieses Geschenk anzunehmen liegt ganz bei mir. Nichts auf dieser Welt kann mich mehr erfüllen als das Geschenk der Begegnung mit Gott, sein Ankommen in mir. Es beinhaltet bedingungslose Liebe und angenommen sein, Licht in jeder Dunkelheit, Hoffnung in schwierigen Situationen, Vergebung, Freude und Frieden in allen Umständen, Gnade, Schutz, Zuflucht, Heilung, Trost, Kraft, ein unerschütterliches Fundament.

Dieses Jahr möchte ich versuchen den äußeren Rahmen auf das Notwendigste zu reduzieren und will mir Zeit für das Wesentliche nehmen. Ich möchte die Beziehung zu Gott pflegen, mich beschenken lassen von seiner Güte und das was er mir schenkt weitergeben an meine Mitmenschen. Was ich heuer zu Weihnachten verschenken und erhalten möchte sind keine materiellen Geschenke. MIt meinen Geschwistern habe ich dieses Jahr ausgemacht, daß wir uns nichts mehr schenken und stattdessen gemeinsam etwas unternehmen, Zeit miteinander verbringen bei einem Frühstück oder Abendessen. Nichts ist wertvoller als seine Zeit zu verschenken und Beziehungen zu Familie und Mitmenschen zu pflegen. Das möchte ich in dieser Adventszeit umsetzen und auch ins neue Jahr mitnehmen. Mir Zeit nehmen für Gott und meine Mitmenschen. Aufmerksam sein und die Menschen wertschätzen, welche Gott in mein Leben gestellt hat und ihnen begegnen in ihrer Situation.

Bildergebnis für ich verschenke dieses jahr zu weihnachten meine Hände

Abschliessend ein passendes Gebet zum Thema ( Autor unbekannt):

Der Herr segne uns und schenke uns langen Atem in dieser Zeit, da alle rennen, alle drängen.
Er lasse uns die Ruhe finden, die wir brauchen, um Ihm zu begegnen, damit wir nicht vergeblich warten auf den, der kommen will.
Er lasse den Tau des Gerechten auf uns herabkommen, damit unsere Hoffnungen auf Gott wachsen und unser müder Glaube sich erfrischen kann.
Er schenke uns das Vertrauen, dass er wirklich kommt – zu uns – und wir Ihn sehen, so wie Er ist: als Gott, der uns liebt, wie kein Mensch es vermag, und an uns denkt seit dem Tag, da wir geboren: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Bibelvers der Woche

Lesedauer < 1 Minute

 

Mittwochsimpuls Mobbing

Lesedauer 4 MinutenMobbing wird in Wikipedia folgendermaßen definiert: „Wiederholtes, regelmäßiges, vorwiegend seelisches Schikanieren. Quälen und verletzen eines einzelnen Menschen durch eine Einzelperson oder beliebige Art von Gruppe“.

Ich denke jeder von uns hat ein solches Verhalten schon öfter in seinem Umfeld wahrgenommen oder ist sogar selber davon betroffen. Es ist erschreckend und macht mich traurig und betroffen wie wir Menschen oft miteinander umgehen. Mobbing ist ein Thema in allen gesellschaftlichen Bereichen, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen, im Internet. Demütigungen, Verbreitung von Lügen, Kritik, Gewaltandrohungen führen zu Ausgrenzung und sozialer Isolation.

Ich persönlich kann mich an solche Momente in der Schulzeit erinnern, in denen ich mich von der Klassengemeinschaft ausgeschlossen fühlte. Da ich eher ruhig und introveriert war, und nicht bei allem mitmachte, war ich eher Einzelgänger in der Klasse.

Vielleicht kennt jemand von euch auch so wie ich Situationen, wo man mit Menschen zusammen ist und einer beginnt über eine Person zu sprechen und zu lästern, die gar nicht anwesend ist. Wo man dann in Gefahr steht mitzumachen, um nicht selber abgestempelt zu werden oder man hat die Wahl gar nichts zu sagen und wird stillschweigend zum Mittäter oder man bringt den Mut auf, sich für die abwesende Person einzusetzen, man versucht zu schlichten und die üble Nachrede zu stoppen.

Ebenso kann ich mich noch gut erinnern an Freundschaften in der Kindheit, in denen es auch manchmal so Vorfälle gab. Ich hatte damals zwei gute Freundinnen, die in der Nachbarschaft wohnten und wir haben viel zu dritt unternommen. Meistens war alles gut, aber so manchesmal ist bei der einen oder anderen Neid und Eifersucht aufgekommen und dann haben sich meistens zwei zusammengetan und über die dritte schlecht geredet. Das hat sich dann immer mal wieder abgewechselt, eine wurde immer zum Sündenbock für alles und die beiden anderen waren zusammengeschworen.

Auch in der Bibel gibt es Beispiele von Mobbing. Auch bei Jesus. Er wurde vespottet, ausgelacht, es wurde schlecht über ihn geredet von den Pharisäern und Schriftgelehrten, seine Lehre war bei vielen nicht erwünscht und er wurde als Gefahr gesehen. Er kennt den Schmerz, die Ausgrenzung, die Verletzungen, die Worte anrichten können,das Gefühl von Isolation, übler Nachrede. Und das obwohl er nie etwas Schlechtes getan hatte. Es steht geschrieben Jesus war ohne Sünde. Er kann am besten nachvollziehen, wie wir Menschen uns in solchen Situationen fühlen, denn obwohl er Gott war, war er auf der Erde ganz Mensch.

Mobbing kann in extremen Fällen schlimme Folgen haben. Es gibt Kinder die Angst haben in die Schule zu gehen, Depressionen schon in Jugendjahren, Selbstvertrauen und Selbstwert werden zerstört. Worte haben Macht.

Worte haben Macht, sie können über Leben und Tod entscheiden“ Sprüche 18,21

Gründe für Mobbing

Ich habe mich oft gefragt, warum Menschen manchmal so handeln. Ich denke, es gibt verschiedene Ursachen.

  • Wer andere schlecht machen muss, hat meist mangelndes Selbstbewusstsein. Er sieht alle Fehler des anderen und weist auf sie hin, um selber besser dazustehen und versucht die eigenen Schwächen zu vertuschen

  • Schrei nach Aufmerksamkeit

  • Schadenfreude

  • Menschen, die selbst verletzt worden sind und ihren Schmerz an andere weitergeben. Verletzte Menschen verletzen Menschen

  • Unzufriedenheit

  • Neid, Eifersucht

  • eigene Enttäuschungen, Frust, Zorn auf andere auslassen

  • Gruppenzwang

Schutz vor Mobbing

Wie können wir in Mobbingsituationen reagieren, was können wir dagegen tun?

Gott sagt in in der Bibel, dass Worte Macht haben zu beleben oder zu zerstören. Wir können Worte, die über uns ausgesprochen werden oft nicht beeinflussen, wir haben jedoch die Entscheidung zu treffen, wie wir mit diesen Worten umgehen. Wir können unser Herz beschützen.

Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus“ Sprüche 4,21

Wenn wir unser Herz schützen wollen, brauchen wir ein starkes Fundament, auf dem wir gegründet sind. Wir müssen wissen, wer wir sind und woraus wir unseren Wert beziehen.

Ich habe meine Identität in Christus gefunden. Wenn ich weiß, dass ich in Gottes Augen wertvoll, einzigartig und wunderbar bin, brauche ich Lügen, die Menschen über mich verbreiten, nicht mehr zu glauben. In Gottes Wort steht die Wahrheit über mich und was Gott über mich denkt, ist viel wichtiger, als das, was andere Menschen über mich denken. Ich weiss und glaube daran, dass Gott mich einzigartig geschaffen hat, mit Stärken und Begabungen, die andere nicht haben. So kann ich auch zu meinen Schwächen stehen, und brauche mich nicht mit anderen zu vergleichen.

Zitat: “ Niemand kann bewirken, dass du dich minderwertig fühlst, ohne deine Zustimmung“

Wie können wir mit Mobbingtätern umgehen, wie sollen wir Ihnen begegnen?

Wenn möglich können wir uns von solchen Menschen abwenden und abgrenzen, aber nicht immer ist das möglich. Der Ratschlag den Gott uns gibt, ist auf den ersten Blick sehr schwierig umzusetzen, ich denke jedoch es gibt keine bessere Alternative.

Vergeltet anderen Menschen nicht Böses mit Bösem, sondern bemüht euch allen gegenüber um das Gute. Tragt euren Teil dazu bei mit anderen in Frieden zu leben, soweit es möglich ist. Liebe Freunde, rächt euch niemals selbst, sondern überlasst die Rache dem Zorn Gottes. Denn es steht gechrieben: Ich allein will Rache nehmen, ich will das Unrecht vergelten, spricht der Herr. Handelt stattdessen, so wie es in der Schrift heisst: Wenn dein Feind hungrig ist, gib hm zu essen, wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken und er wird beschämt darüber sein, was er dir angetan hat. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute. “ Römer 12, 17-19

Was Mobber am meisten brauchen ist Liebe. Es ist herausfordernd, aber wir können versuchen diesen Menschen mit Gottes Augen zu sehen. Für Gott ist auch diese Person wertvoll. Das Problem ist, dass sie diese Liebe Gottes noch nicht erkannt und noch nicht erlebt hat. Würde sie Gott kennen, würde sie wissen, wie sehr sie geliebt ist und welchen Wert sie in Gott hat. Sie würde ihre Stärke kennen und könnte den anderen die ihre lassen. Sie würde alle Aufmersamkeit und Anerkennung von Gott erhalten und müsste nicht darum kämpfen. Sie würde sich nicht an den Schwächen der anderen freuen, sondern sie hätte Freude daran andere aufzubauen. Sie wäre nicht neidisch oder eifersüchtig, sonden wäre dankbar und zufrieden, mit dem was sie hat. Sie würde eigene Enttäuschungen, Frust und Zorn nicht auf andere auslassen, sondern würde damit zu Gott kommen und alles bei ihm abgeben. Sie würde nicht der Gruppe folgen, sondern Gott.

Gemobbte sowie Mobber brauchen Jesus.

Ich denke Gott möchte, dass wir in solchen Situationen nicht wegschauen, sondern den Mut haben dagegen aufzustehen. Wir haben als Christen den Auftrag in der Gesellschaft einen Unterschied zu machen. Gott möchte uns dafür gebrauchen um seine Liebe in die Welt zu bringen, auch zu den Menschen, die uns verletzen. Wir sollten nicht Gleiches mit Gleichem vergelten. Wir können mit Gottes Hilfe vergeben, den anderen auf seine Fehler aufmerksam machen, damit konfrontieren, aber respektvoll und sachlich bleiben. Wir können für ihn beten und durch unser Verhalten, welches er sich nicht erwarte hätte, eine andere Sichtweise zeigen und zum Nachdenken bringen.

Dunkelheit kann keine Dunkelheit vertreiben, nur Licht kann das.

Christus spricht: Ihr seid das Licht der Welt. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Matthäus 5,14-16

 

Mittwochsimpuls Winterzeit – Gedanken und Impressionen

Lesedauer 2 MinutenUnerwartet früh ist heuer bei uns der Winter eingetroffen. Eine Schneefront nach der anderen bescherte uns ein winterliche Landschaft.Die Natur zeigte sich im winterlichen Kleid. Chaos auf den Straßen, Zugausfälle, einstürzende Bäume, Lawinen und Muren forderten ununterbrochenen Einsatz der Feuerwehrleute und freiwilligen Helfer, denen alle Dankbarkeit gebührt.

Ich wusste bis gestern nicht, ob ich es schaffen würde diesen Mittwochsimpuls noch rechtzeitig zu schreiben, da genau vor unserem Haus die Telefonkabel gerissen sind. Ich hatte kein Internet und Festnetz mehr, und auch mein Handynetz funktionierte nur zeitweise, somit kam ich nicht mehr auf meine Webseite. Seit gestern hatte ich zumindest mit dem Handy wieder Empfang und konnte den Beitrag fertigstellen. So kann ich euch doch noch an meinen Gedanken teilhaben lassen.

Neben den ganzen Unnanehmlichkeiten ist winterliche Landschaft auch etwas Besonderes, ich mag den Schnee. Ich staune über die wunderbare Schöpfung, die eine Ruhe ausstrahlt und mich einlädt in die Stille einzutauchen, langsamer zu werden, zu entschleunigen, innezuhalten, in mich zu gehen und ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Ich hole mir meine Lieblingsdecke aus dem Schrank und mache es mir an meinem Lieblingsplatz gemütlich, bereite mir eine heiße Tasse Tee zu und genieße den Augenblick bei Kerzenschein, da durch die Schneefälle das Stromnetz ausgefallen ist. An der Ofenbank durchflutet mich eine wohltuende, angenehme Wärme. Die Zeit gehört nur mir – und Gott.

Ich schaue aus dem Fenster, betrachte den Tanz der Schneeflocken und beobachte die Vögel, die sich immer wieder Körner aus dem Futterhäuschen auf dem Balkon holen.

Ein Bibelvers kommt mir in den Sinn.

»Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung?
Jesus in Matthäus 6:25 HFA
https://bible.com/bible/73/mat.6.25.HFA

„Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?“

Jesus in Matthäus 6,26

Wie gut ist doch mein himmlischer Vater. Er versorgt mich mit allem, was ich brauche und bei ihm darf ich alle meine Sorgen abgeben. Dankbarkeit und Frieden erfüllen mein Herz. Gottes Gegenwart ist in diesem Moment so nahe und spürbar, sodaß Freudentränen über mein Gesicht laufen. Mir wird bewußt wie reich ich von Gott beschenkt bin und wie wertvoll Zeit in seiner Gegenwart ist. Er lässt mich fliehen aus dem Trubel und der Hektik des Alltags und lässt mich wieder Kräfte sammeln füe die bevorstehenden Herausforderungen. Ich lasse mich erfüllen von seiner unbeschreiblichen, unbegreiflichen Liebe und spreche still und leise ein Dankgebet.

 

Bibelvers der Woche

Lesedauer < 1 Minute

 

Mittwochsimpuls Die Kraft des Gebets

Lesedauer 2 Minuten

Am 9. November diesen Jahres jährte sich zum 30. Mal das Wunder des Mauerfalls in Berlin. Die Medien haben letzte Woche mehrfach davon berichtet und Erinnerungen wachgerufen. Die Wiedervereinigung Deutschlands, ein historisches Ereignis. Doch die Medien berichten wenig bis gar nicht davon, was diesem Geschehen vorausgegangen ist.

„Mittwochsimpuls Die Kraft des Gebets“ weiterlesen

 

Bibelvers der Woche

Lesedauer < 1 Minute

 

Mittwochsimpuls Gewohnheiten

Lesedauer 3 Minuten

 

Jeder von uns hat Gewohnheiten. Gewohnheiten, die wir von klein auf gelernt haben oder uns auf der Lebensreise angeeignet haben. Gewohnheiten erleichtern uns das Leben. Sie geben Halt und Sicherheit. Vieles was wir tagtäglich denken und tun machen wir einfach aus Gewohnheit, ohne uns darüber Gedanken zu machen. Gewohnheiten haben aber auch Macht über uns, denn sie beeinflussen unser Sein und unser Verhalten.

„Säe einen Gedanken und ernte eine Tat; säe eine Tat und ernte eine Gewohnheit; säe eine Gewohnheit und ernte einen Charakter; säe einen Charakter und ernte ein Schicksal.”

„Mittwochsimpuls Gewohnheiten“ weiterlesen