Mittwochsimpuls Der Kampf in den Gedanken

Lesedauer 6 Minuten

Jeden Tag habe ich mit einer Flut an Gedanken zu tun. Ich denke jede Sekunde. Ich beschäftige mich mit der Zukunft, mit der Vergangenheit, mit dem Hier und jetzt, mache mir Gedanken über mich selbst und über andere, über Positives und Negatives. Ich denke bewusst, aber oft ist es so dass mich Gedanken einfach so überrollen, ohne dass weiss woher sie kommen.

In der Bibel habe ich folgenden Vers über die Macht der Gedanken gelesen:

Meine Gedankenwelt hat also damit zu tun, wie mein Leben ausschaut. Gedanken bestimmen somit meine Gefühle, lenken meine Handlungen, steuern mein Verhalten.

Deshalb ist es so wichtig darauf zu achten worüber ich nachdenke, womit ich mich beschäftige, welche Gedanken ich zulasse und in mich hineinlasse. Es kommen nämlich nicht nur gute, sondern auch schlechte Gedanken.

Negative Gedanken

  • über mich selbst
  • über meine Mitmenschen
  • über die Zukunft
  • über die Vergangenheit

Woher kommen diese negativen Gedanken?

Sie können aufgrund von Erfahrungen in der Vergangenheit entstehen. Es können Prägungen oder Glaubenssätze sein, die wir gelernt haben. Es kann auch sein dass wir mit Problemen zu kämpfen haben z.B bei der Arbeit, in der Familie-Parnerschaft oder von Krankheit betroffen sind.

Die Bibel spricht oft von einem geistigen Kampf, den wir zu kämpfen haben. Neben der sichtbaren Welt bin ich der Überzeugung, dass es auch eine geistige, unsichtbare Welt gibt, in der ein Kampf herrscht zwischen Gut und Böse, zwischen den Mächten des Teufels und den Mächten Gottes. Auch deshalb haben wir so oft mit negativen Gedanken zu kämpfen. Der Feind möchte uns all das Gute rauben, das Gott uns schenkt.

„Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.“ (1 Petrus Kapitel 5, Vers 8)

Die einzige Macht, welche der Feind noch über uns hat ist es in unsere Gedanken zu brüllen, unsere Gedanken zu verwirren, sodass wir die Wahrheit Gottes nicht sehen können.

Was bewirken negative Gedanken?

Negative Gedanken bewirken, dass ich mich schlecht fühle. Wenn ich meinen Gedanken ihren Lauf lasse und sie nicht kontrolliere, können sich negative Gedankenmuster, die Bibel spricht von Festungen, aufbauen. Die Folge sind Sorgen, Ängste, Depressionen, schlechtes Selbswertgefühl ( Selbstbild ), Opferrrolle ( ständiges Jammern oder immer andereren die Schuld geben wollen).

Wie kann ich negative Gedanken besiegen, welche Werkzeuge bekomme ich von Gott?

Im Wort Gottes heisst es dass ich meine Denkweise erneuern muss, eine auf Gott ausgerichtete Einstellung verändert mein Leben.

Lasst euch in eurem Denken verändern und euch innerlich ganz neu ausrichten“ Epheser 4,23

Die Erneuerung meiner Gedanken geschieht nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess. Es kann passieren dass ich in alte Gedankenmuster zurückfalle, welche ich mir über Jahre hinweg aufgebaut habe. Schritt für Schritt zusammen mit Jesus kann ich diese Gedankenmauern einstürzen und entscheide mich jeden Tag für Gottes Gedanken, spreche seine guten Gedanken über mein Leben aus.
Im Gegensatz dazu sagt die Psychologie heutzutage: „Lerne dich selbst kennen, gewinne ein neues Vertrauen zu dir selbst und du wirst neu denken lernen.“ Es mag etwas Wahres dran sein, aber wenn wir uns wahrhaftig kennen lernen wollen , dann müssen wir Gott kennen lernen – denn, wir sind nach seinem Ebenbild geschaffen.
Gott kann ich am besten kennen lernen wenn ich in der Bibel lese, studiere wie Jesus in den jeweiligen Situationen handelte. Ich brauche die persönliche, lebendige Beziehung zu Jesus und fülle mich mit seinen Gedanken der Freude, des Friedens, der Hoffnung, der Zuversicht, der Gnade, der Vergebung.
So kann ich auch Vergangenes loslassen und zu Jesus ans Kreuz bringen. Schlechte Erfahrungen, Krisen die ich erlebt habe oder vielleicht Unbewusstes muss mein Leben nicht länger belasten.


Denkt nicht mehr an das, was früher war, auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten. Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?“ (Gott in Jesaja Kapitel 43, Verse 18-19)

“ Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste Schwert und durchdringt unsere innersten Gedanken und Wünsche. Es deckt auf, wer wir wirklich sind, und macht unser Herz vor Gott offenbar“

Werkzeuge

  • Gebet

Im Gebet kann ich meine Gedanken auf Gott ausrichten, alle negativen Gedanken, alles was mich belastet ihm abgeben und Frieden und gute Gedanken empfangen.

  • Loben und danken

Wenn ich eine dankbare Haltung einnehme, richte ich meine Gedanken auf das Gute in meinem Leben aus, negative Gedanken verlieren ihre Macht.

  • Wort Gottes, die Bibel

Die Wahrheit des Wortes Gottes hat die Macht die Lügen zu zerstören, die ich glaube.

Wenn ich ein schlechtes Selbstwertgefühl habe, darüber nachdenke, was ich alles nicht kann und nicht bin, lese ich folgende Verse und nehme sie im Glauben für mich an:

“ Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! “ Psalm 139,14

“ Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele!“ Psalm 139,17

Wenn ich mir Sorgen mache entgegne ich meinen Gedanken mit folgernder Wahrheit:

“ Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung! Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte – aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als Vögel!  Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verlängern?  Und warum macht ihr euch Sorgen um das, was ihr anziehen sollt? Seht, wie die Blumen auf den Feldern wachsen! Sie arbeiten nicht und machen sich keine Kleider, doch ich sage euch: Nicht einmal Salomo bei all seinem Reichtum war so prächtig gekleidet wie irgendeine von ihnen.  Wenn Gott sogar die Feldblumen so ausstattet, die heute blühen und morgen verbrannt werden, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern? Habt ihr so wenig Vertrauen?  Also macht euch keine Sorgen! Fragt nicht: ›Was sollen wir essen?‹ ›Was sollen wir trinken?‹ ›Was sollen wir anziehen?‹  Mit all dem plagen sich Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß, dass ihr all das braucht.  Sorgt euch zuerst darum, dass ihr euch seiner Herrschaft unterstellt, und tut, was er verlangt, dann wird er euch schon mit all dem anderen versorgen. Quält euch also nicht mit Gedanken an morgen; der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last hat.« “ Matthäus 6, 25-34

Wenn ich Angst habe spricht Gott in seinem Wort:

“ Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit “ 2. Timotheus 1,7

“ Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott“ Jesaja 41,10

Bin ich niedergeschlagen, traurig , habe ich immer wieder neue Hoffnung, denn:

“ Die Freude am Herrn ist meine Stärke“ Nehemia 8,10

“ Gott nahe zu sein ist mein Glück“ Psalm 73,28

Wenn ich krank bin:

“ Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Durch seine Wunden sind wir geheilt“ Jesaja 53,4-5

Wenn ich mich um meine Kinder sorge:

“ Die Kinder der Gerechten ( derer, die an Gott glauben) sind gesegnet“ Psalm 112,2

Wenn ich mit Gottes Gedanken übereinstimme und immer mehr denke, wie er denkt, umso mehr kann er in mir wirken, auf meine Gebete reagieren und mich verändern.

“ Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt“ Römer 12,2

“ Wir setzen die mächtigen Waffen Gottes und keine weltlichen Waffen ein, um menschliche Gedankengebäude zu zerstören.“ 2. Korinther 10,4

Jedem falschen Gedanken setze ich die Wahrheit Gottes entgegen, das ist nicht einfach, es ist ein täglicher Kampf und immer wieder eine Entscheidung. Gedanken stoppen, aussortieren, nicht alle Gedanken zulassen, die mir in den Kopf kommen und auch darauf zu achten, womit ich mich beschäftige, was ich mir anschaue, was ich lese, welchen Gedanken ich Raum gebe und loslassen, was mir nicht gut tut.

Wenn meine Gedanken ständig um mich selbst kreisen, um das, was mir fehlt, was ich möchte usw. frage ich Gott nach Menschen denen ich etwas Gutes tun kann. An andere zu denken, jemandem zu helfen, ein gutes Wort für meine MItmenschen zu haben befreit mich von mir selbst und für andere da sein und gutes Tun verändert meine Gedanken zum Positiven.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ Markus 12,31

“ Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird. Haltet euch bei allem, was ihr tut, an die Botschaft, die euch verkündet worden ist und die ihr angenommen habt; lebt so, wie ich es euch gesagt und vorgelebt habe. Dann wir der Gott des Friedens mit euch sein.“ Philipper 4,8-9

 

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