Gott mein Steuermann

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Ich schaue heut still meinen Lebensweg an,

bewunder, wie dein Weg mit mir einst begann.

Durch Sonne und Regen in Freude und Not,

dein liebendes Herz, Vater Sicherheit bot.

Du lenktest mein Schiff um manch tödliches Riff,

fuhrst sicher durch Stürme, die ich nicht begriff.

Das Glück deiner Nähe den Atem mir nahm.

Ich glaubte zu wissen: Nichts Böses mehr kam.

Herr, war ich mir zu sicher, an dir nicht nah dran?

Denn plötzlich ein tosendes Wetter begann.

Ich stürze zum Steuer- du scheinst nicht mehr da,

steh ich denn allein da in Sturm und Gefahr?

Wo bist du mein Vater, ganz laut ich nun schrei,

ich brauch dich grad jetzt, ist es dir denn einerlei?

Ganz leise, Herr, höre ich deine Stimme nun:

Komm zu mir, mein Kind, um bei mir auszuruhn.

Ich blicke nun nicht mehr auf Sturm und Wellen.

Soll ruhig der Feind doch toben und bellen.

Ich sehe voll Hoffnung, Herr, auf deine Kraft,

die mir wieder Hilfe und Freude verschafft.

Drum lege ich heute erneut mein Geschick,

dir, Herr, in die Hände, denn du bist mein Glück!

Ruthild Heske

 

 

 

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