Mittwochsimpuls Advent – Erwartungen

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Die Adventszeit hat begonnen, eine Zeit großer Erwartungen. Wir bereiten uns auf das Weihnachtsfest vor und bemühen uns, dass es so schön wie möglich wird. Wir dekorieren, backen Kekse, schmücken den Tannenbaum, kaufen Geschenke, suchen Rezepte für das perfekte Weihnachtsmenü und erwarten uns eine schöne Zeit im Kreise der Familie. Ebenso erwarten wir eine besinnliche, friedliche und harmonische Zeit, in der wir auch innehalten und zur Ruhe kommen können.

In diesem Jahr könnte die Advents-und Weihnachtszeit anders sein, als wir es uns erwarten. Die Weihnachtsmärkte sind abgesagt, die sozialen Kontakte sind eingeschränkt, große Weihnachtsfeiern fallen aus, reisen ist nicht erlaubt.

Aber was ist wirklich wichtig? Worum geht es in der Adventszeit eigentlich? Advent kommt aus dem lateinischen und bedeutet Ankunft. Wir bereiten uns auf die Ankunft Jesu vor, dessen Geburtstag wir in der Weihnachstnacht feiern, ebenso weist der Advent auf das zukünftige Kommen Christi hin.

Bereitet dem Herrn den WegJesaja 40,3

Im Mittelpunkt steht Jesus, seine Ankunft ist das Zentrum der Weihnachtsbotschaft. In diesem Bewusstsein möchte ich die Advents-und Weihnachtszeit gestalten. Mich daran bewusst erinnern, dass Jesus einen Ort sucht wo er ankommen kann. Schon damals vor 2000 Jahren in Betlehem suchten Maria und Josef eine Unterkunft, wo sie bleiben konnten. Von vielen Menschen wurden sie abgewiesen, bis sie schließlich Platz fanden in einem Stall. Dort kam Jesus auf die Welt und Maria legte ihn in eine Futterkrippe. Gott selbst macht sich klein, in ärmlichen Verhältnissen wurde er geboren. Gott kommt uns Menschen nahe und beweist seine Liebe. Er schenkt sich selbst.

Auch heute noch sucht Jesus einen Ort, wo er ankommen kann. Er hält Ausschau nach Menschen, die das Geschenk seiner Liebe annehmen, die ihr Herz für ihn öffnen, damit er dort einziehen kann. Er erwartetet sich keinen geschmückten Weihnachtsbaum, keine Geschenke, kein Weihnachtsmenü. Was er sich wünscht ist Begegnung und Gemeinschaft, er möchte ankommen in dir und in mir. Er ist es, der uns beschenkt mit seiner bedingungslosen Liebe, mit seinem Licht, mit seiner Hoffnung, mit seinem Trost, mit seiner Freude, mit seiner Gnade und mit seinem Frieden.

Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wirdLukas 2,10

Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn »Wunderbarer Ratgeber«, »Starker Gott«, »Ewiger Vater«, »FriedensfürstJesaja 9,5

Gerade dieses Jahr, in dem die Welt neue Hoffnung und neues Licht braucht, ist die Gelegenheit, dass die weihnachtliche Botschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt, dass viele Menschen sich bewusster darauf einlassen, sich Gedanken machen und auf die Suche nach Gott begeben.

Wenn ich an die Weihnachtsgeschichte denke, fallen mir dazu die drei Weisen aus dem Morgenland ein. Die Bibel nennt sie Magier, eine Kombination aus Wissenschaftlern, Philosophen und Astronomen. Sie waren auf der Suche nach der Wahrheit. Sie suchten Jesus, stellten Fragen, sie beobachteten und taten alles dafür, um Antworten zu bekommen und sind so zum Ziel gekommen.

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“ Matthäus 7,7-8

Dann werdet ihr den HERRN, euren Gott, suchen. Und ihr werdet ihn finden, wenn ihr ehrlich und von ganzem Herzen nach ihm fragt5.Mose 4,29

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