Mittwochsimpuls Mit schwierigen Menschen umgehen

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Auf unserem Lebensweg begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen. Jeder Mensch ist einzigartig, jeder hat seine Eigenheiten, seine Wertvorstellungen, seine Lebenserfahrungen, seine Verhaltensweisen. Manchmal fällt es uns leicht eine Beziehung aufzubauen, das Feeling stimmt von Anfang an, wir spüren eine Sympatie und Verbundenheit mit dem Anderen. Wir verstehen uns, wenn wir ähnliche Interessen haben, ähnliches durchlebt haben, wenn wir Eigenschaften von uns selbst im anderen wiederfinden. Oft sind es auch die Gegensätze, die uns anziehen, wir erkennen positive Eigenschaften in Menschen, die wir nicht haben, und der andere umgekehrt in uns, sodass wir uns in der Beziehung hervorragend ergänzen.

Es gibt jedoch auch Begegnungen mit Menschen, die uns schwierig erscheinen, wo wir oft nicht genau wissen, wie wir damit umgehen können. Das können Menschen sein, die uns verletzen, Menschen die ständig nörgeln und jammern, Menschen die gerne lästern oder über andere herziehen, die andere klein machen, schnell aufbrausend oder zornig werden können, Menschen die uns die Energie rauben, usw. Diese Menschen haben Verhaltensweisen, die uns Probleme machen und mit denen wir schwer umgehen können.

Wie können wir damit umgehen, ohne uns selbst zu negativen Handeln leiten zu lassen, ohne uns davon beeinflussen zu lassen, ohne uns verletzlich und angreifbar zu machen?

Die beste und effektivste Methode und Strategie, die wir als Kinder Gottes haben, ist die Liebe Gottes in uns. Das Wort Gottes fordert uns heraus, jedem Menschen, ob Freund oder Feind mit dieser Liebe zu begegnen.

„Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat“ Römer 15,7

„Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: `Liebe deinen Nächsten´[14] und hasse deinen Feind. 44 Ich aber sage: Liebt eure Feinde![15] Betet für die, die euch verfolgen! 45 So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten. 46 Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben, was ist daran Besonderes? Das tun sogar die bestechlichen Steuereintreiber. 47 Wenn ihr nur zu euren Freunden freundlich seid, wodurch unterscheidet ihr euch dann von den anderen Menschen? Das tun sogar die, die Gott nicht kennen. 48 Ihr sollt aber vollkommen sein, so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Matthäus 5,43-46

Wir können versuchen und lernen jeden Menschen mit Gottes Augen zu sehen, ohne zu werten, ohne zu urteilen. Uns sollte bewusst sein, dass jeder Mensch ein Geschöpf Gottes ist und dass Gott jeden Menschen liebt. Gott macht immer eine Unterscheidung zwischen dem Menschen selber und seinem Verhalten. Gott hasst die Sünde, aber er liebt den Sünder.

„Gott aber beweist uns seine große Liebe gerade dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren“ Römer 5,8

Wenn wir schwierigen Menschen freundlich, liebevoll, mit einem Lächeln begegnen können wir die Liebe Gottes in uns ausstrahlen, und den anderen zu einem Nachdenken über sein Verhalten bewegen.

Mitmenschen mit den Augen Gottes zu sehen bedeutet sich für sie zu interessieren, die Hintergründe seines Verhaltens zu hinterfragen. Warum hat der Mensch auf die eine oder die andere Weise reagiert, warum hat er sich so verhalten? Wir sollten versuchen uns in die andere Person hineinzuversetzen und sie zu verstehen, bevor wir urteilen. Der andere könnte selbst negative Erfahrungen gemacht haben, selbst verletzt worden sein oder gerade einen schlechten Tag haben usw. Nichts von dem rechtfertigt, dass er deswegen andere Menschen klein macht oder beleidigt, aber die Motive zu wissen hilft uns das Verhalten des anderen nicht persönlich zu nehmen. Das Verhalten des anderen hat oft nichts mit uns zu tun.

Verletzte Menschen verletzen Menschen

Was wir noch tun können wenn wir in unseren Augen schwierigen Menschen begegnen, ist uns zu fragen, was wir selbst daraus lernen können und was uns die jeweilige Situation zeigen will. Es kann auch durchaus sein dass der Andere mir Verhaltensweisen spiegelt, die ich an mir selbst nicht mag und die ich verändern sollte.

„Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen“ Sprüche 27,17

Auch wir selbst haben Fehler und Schwächen, die für andere schwierig sein können.

„Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Mitmenschen, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? 4 Wie kannst du zu ihm sagen: ›Komm her! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!‹, und dabei hast du selbst einen Balken im Auge! 5 Du Heuchler! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du klar sehen, um auch den Splitter aus dem Auge deines Mitmenschen zu ziehen.“ Matthäus 7,3-5

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ Johannes 8,7

Wir können von Jesus lernen Menschen zu lieben und anzunehmen wie sie sind. Wir sollten Menschen nicht in Schubladen stecken oder in verschiedene Kategorien einteilen aufgrund ihres Verhaltens. Denn wenn wir von vorneherein sagen, dieser Mensch ist so und so, haben wir eine Meinung über eine Person, die wir nur schwer wieder loswerden. Wir machen uns ein Bild von dem wir uns schwer lösen können, auch wenn der Mensch sich noch so bemüht. Deshalb ist es so wichtig unangemessenes Verhalten loszulassen, zu vergeben und nicht nachtragend zu sein, nicht immer auf die Fehler des anderen zu schauen, sondern auf seine positiven Eigenschaften, die Schätze im anderen entdecken.

„Die Liebe ist bereit immer von jedem das Beste zu glauben.“ 1. Korinther 13,5

„Meine Freunde! Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott.“ 1.Johannes 4,7

Wir sollten niemals Böses mit Bösem vergelten, sondern vielmehr

  • für den anderen beten „Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen!“ Matthäus 5,44
  • vergeben „Seid vielmehr freundlich und barmherzig und vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat. Epheser 4,32
  • Schuld nicht anrechen „Vor allem aber lasst nicht nach, einander zu lieben. Denn »Liebe sieht über Fehler hinweg“ 1. Petrus 4,8
  • nicht über den anderen schlecht reden, ihn bei anderen schlecht machen „Wer über andere klatscht, plaudert Geheimnisse aus; wer jedoch zuverlässig ist, behält ein Geheimnis für sichSprüche 11,13Redet nicht schlecht voneinander, sondern habt ein gutes Wort für jeden, der es braucht. Was ihr sagt, soll hilfreich und ermutigend sein, eine Wohltat für alle Epheser 4,29
  • helfen „Euch aber, die ihr mir wirklich zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassenLukas 6,27
  • nicht schadenfroh sein „Freue dich nicht über das Unglück deines Feindes; juble nicht über seinen Sturz!“ Sprüche 24,17
  • „Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet“ Matthäus 7,12

All diese Vorsätze umzusetzen und so wie in diesen Versen beschrieben mit Menschen umzugehen, ist aus eigener Kraft und Willensstärke unmöglich. Um so handeln zu können müssen wir von Gottes Kraft erfüllt sein und aus seiner Liebe leben. Unsere Natur ist schwach, aber Gottes Geist in uns macht das Unmögliche möglich, wenn wir nur vertrauen und glauben.

Die Liebe... ist langmütig und freundlich. Sie kennt keinen Neid ...

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