Mittwochsimpuls Wo dein Schatz ist da ist auch dein Herz

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Es gibt zahlreiche Ratgeber, Zeitschriften, Bücher, in denen du Tipps für ein glückliches und zufriedenes Leben finden kannst. Viele Autoren, Wissenschaftler setzen sich mit diesem Thema auseinander und haben auch schon viele wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen.

Zufriedenheit, Dankbarkeit, Familie, soziale Kontakte, Sport, gesunde Ernährung usw. sind alles Faktoren, die zum persönlichen Glück beitragen können. Aber den wichtigsten Punkt vermisse ich in dieser Liste: Gott den ersten Platz geben

„Glücklich ist der Mensch, der auf dich vertraut“ Psalm 84,13

Zeit mit Gott, ihm zu begegnen und mit ihm verbunden zu sein macht uns glücklich. Dafür sind wir geschaffen, die Gemeinschaft und Beziehung zu Gott unserem Schöpfer ist unsere Bestimmung.

Unser Alltag ist jedoch oft überfüllt mit Pflichten, Herausforderungen, Arbeit, Konsum, Freizeit, Einkauf, Körperpflege, sozialer und kultureller Betätigung, Sport, Arztbesuche und vielem mehr, sodass wir leicht in einen Alltagstrott kommen. Immer wieder dasselbe tagaus, tagein. In dieser Routine nehmen wir uns oft wenig Zeit mit Gott und kommen leicht in einen Alltagsstress. Wir geraten in Zeitdruck, viele Erledigungen, ein Wäscheberg, der auf uns wartet, Stress, Ärger, keine Zeit. Zudem noch Ehrenämter, Hausaufgaben mit den Kindern und andere Dinge, die uns zur Last werden können.

Wie kann ich aus diesem Hamsterrad aussteigen, diesen Kreislauf durchbrechen?

Ich habe für mich entdeckt, dass diese Routine, die zu Frust und Unzufriedenheit führt, dann ensteht, wenn ich eines vergesse: Gott den ersten Platz zu geben

Wenn ich nur mehr funktioniere, alles versuche alleine zu schaffen, nur mehr in Aktion bin und vergesse bei meinem Gott aufzutanken, mich von seiner Liebe erfüllen zu lassen, ihn in meinen Alltag mithineinzunehmen, dann geht meine Freude verloren.

Es hilft mir, ganz gezielt Zeiten mit Gott einzuplanen, den Tag mit Gott zu beginnen und zu beenden, in der Bibel zu lesen, während der Hausarbeit Lobpreislieder zu hören, ein Spaziergang mit Gott oder in der Mittagspause 10 Minuten auf dem Balkon Sonne tanken und die Ruhe genießen. Mit Gott reden, ein Gebet. Gott ist nie mehr als einen Gedanken entfernt. Es gibt viele Möglichkeiten, mit Gott in Verbindung zu sein.

„Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg“ Sprüche 3,6

Es gibt oft Zeiten wo es schwierig ist, sich freie Zeit zu nehmen. Bei mir war das zum Beispiel während der Zeit der Apfelernte so. Von morgens 5:30 Uhr bis abends 21:00 Uhr war volles Programm. Frühstück für Erntehelfer und Kinder für die Schule vorbereiten, danach auf die Wiese, das Mittagessen verteilen, abends alle verpflegen und das Nötigste noch im Haushalt erledigen. Um 21:30 müde ins Bett, nach 2 bis 3 Sätzen, die ich in der Bibel las, war ich schon im Tiefschlaf.

„Den Seinen gibt er es im Schlaf.“ Psalm 127,2

Aber wo ich in dieser Zeit am meisten Kraft und Energie für jeden Tag getankt habe war in den Gedanken, kurzen Gebeten zu Gott, mir einfach seiner Nähe bewusst zu sein und ihn überallhin mitzunehmen. Auch wenn fürs Bibellesen keine Zeit war, Gottesdienste und Gemeinschaft im Hauskreis fehlte, Gott war immer bei mir und das war mein Glück.

„Gott nahe zu sein ist mein Glück“ Psalm 73,28

Je mehr Zeit ich mich mit Gott verbringe, umso mehr bin ich ausgewogen und im Gleichgewicht. Gott hilft mir Prioritäten richtig zu setzen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, mich innerlich neu auszurichten, Zeiträuber und Ablenkungen immer wieder zu eliminieren, meine Zeit richtig einzusetzen.

Ich habe viele Pläne, aber oft ist es besser mich von Gott unterbrechen zu lassen, auf seine Führung, auf seine Stimme zu hören.

„Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin“ Psalm 46,11

Vielleicht ist es heute wichtiger jemanden zu besuchen, als die Fenster zu putzen.

Vielleicht ist es heute wichtiger jemanden behilflich zu sein, als meine Besorgungen zu machen.

Vielleicht ist es heute wichtiger jemanden zuzuhören, als schnell weiterzugehen, damit mein Zeitplan nicht durcheinanderkommt.

Vielleicht ist es heute wichtiger einen Spaziergang zu machen, als die Wäsche zu bügeln.

„Alles hat eine bestimmte Zeit, und jedes Vornehmen unter dem Himmel hat seine Zeit.“ Prediger 3,1

Wir sind um vieles besorgt, denken darüber nach, was alles noch zu tun und zu erledigen ist, wobei wir manchmal vergessen, dass Gott an unserer Seite ist. Mit Gott im Boot versinken wir nicht so schnell im Sorgenmeer. Wenn wir ihn teilhaben lassen an unseren Anliegen, nimmt er uns alle Sorge und schenkt uns neue Kraft und Freude im Alltag. Mit Gott zusammen macht selbst der Hausputz Spaß.

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen. Matthäus 6,33

Glücklich das Volk, dessen Gott der HERR ist!» Psalm 144.15

Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben. Glücklich ist der Mensch, dessen Stärke in dir ist, der von Herzen dir nachwandelt. Psalm 84,5-6

Glücklich ist der Mensch, der nicht auf den Rat der Gottlosen hört, der sich am Leben der Sünder kein Beispiel nimmt und sich nicht mit Spöttern abgibt. Voller Freude tut er den Willen des Herrn[1] und denkt über sein Gesetz Tag und Nacht nach. Er ist wie ein Baum, der am Flussufer wurzelt und Jahr für Jahr reiche Frucht trägt. Seine Blätter welken nicht, und alles, was er tut, gelingt ihm Psalm 1,1-3

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