Glaubst du an Wunder?

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Was sind Wunder? Wunder sind unerklärliche Phänomene und außergewöhnliche Ereignisse, welche uns zum Staunen bringen und verwundern. Das kann eine Überraschung sein, eine glückliche Wendung im Leben, eine Heilung, Bewahrung oder ein Naturwunder.

Ob wir Wunder erkennen und wahrnehmen hängt von unserer Sichtweise und vor allem von unserem Glauben ab. Wenn uns der Glaube fehlt, deuten wir Wunder als Zufälle oder Glück oder wir sehen etwas, das eigentlich ein Wunder ist, als selbstverständlich an. Wir können so leben als wäre nichts ein Wunder oder so als wäre alles ein Wunder. Erich Kästner schreibt in einem Zitat:

„Wunder erleben diejenigen, die an Wunder glauben“

Wenn ich die Welt betrachte und über mein Leben nachdenke, ist für mich eigentlich alles ein Wunder. Angefangen von der Tatsache, dass es eine riesengroße Galaxie gibt mit so vielen Sternen und Planeten, dass es die Erde gibt und auf ihr das Leben, bis hin zum Wunderwerk Mensch, der genial und einzigartig gemacht ist.

Den Songtext von Alexa Fesers Lied „Wunderfinder“ finde ich dazu passend. Sie singt im Refrain:

„Bist du ein Wunderkind
Oder für Wunder blind?
Sag mir ob du verstehst,
dass wir ein Wunder sind.
Diese Welt wird für Wunder immer blinder,
wenn du sie sehen kannst
Bist du ein Wunderfinder.“

Wenn ich meine Augen offen halte, kann ich jeden Tag Wunder entdecken.

Wunder sind für mich Zeichen der Gegenwart Gottes und seines Handelns. Gott zeigt sich in ihnen und sagt zu mir „Ich bin da“. Wunder geschehen, ich muss sie nur sehen.

In der Bibel, in Gottes Wort, wird von zahlreichen Wundern Gottes berichtet:

Durchzug des Volkes Israel durch das rote Meer 2. Mose 16-22

Verwandlung von Wasser in Wein auf der Hochzeit zu Kana Johannes 2, 1-12

Stillung des Sturms Markus 4,35-41

Jesus wandelt auf dem Meer Johannes 6,16-21

Heilung des Blindgeborenen Johannes 9,1-7

Speisung der 5000 Johannes 6,1-15

Auferweckung des Lazarus Johannes 11, 32-45

Jesu Auferstehung Johannes 20, 1-10

Zeichen und Wunder geschehen auch heute noch.

„Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“ Hebräer 13,8

Wo unsere Möglichkeiten aufhören, beginnen Gottes Möglichkeiten. Unsere Hoffnungslosigkeit ist der Startpunkt für Gottes Wirken. Der Glaube ist der Schlüssel, um Wunder zu erleben. Gott ist übernatürlich und reagiert auf unseren Glauben.

„Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt“ Markus 9,23

Deshalb lasst uns Wunder erwarten, mit Wundern rechnen und dankbar sein für große und kleine Wunder, die Gott täglich tut.

  • Jedesmal, wenn die Sonne aufgeht geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn ich die Natur beobachte, sehe ich ein Wunder
  • Jedesmal, wenn ein Kind geboren wird, geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn Menschen sich versöhnen, einander vergeben, geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn ein Gebet erhört wird, geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn wir Schutz und Bewahrung erleben, geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn Gott uns seinen Frieden schenkt, geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn Gott uns von Sorgen und Lasten befreit, geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn Gott uns neue Türen öffnet, neue Möglichkeiten zeigt, geschieht ein Wunder
  • Jedesmal, wenn Menschen die Liebe Gottes begreifen und seine Gnade annehmen geschieht ein Wunder

Zitat: „Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen“ (Verfasser unbekannt)

Gott ist's, der Wunder tut, unzählbar viele, so groß, dass wir sie nicht verstehen können

Hier habe ich noch einen Filmtipp zum Thema Wunder. Habe den Film erst kürzlich gesehen. Er beruht auf einer wahren Begebenheit.

Himmelskind

Winterdepression – Unsere Sehnsucht nach Licht

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So langsam reicht uns der Winter – kann es nicht endlich Frühling werden? Manche Menschen geraten durch trübes Wetter und Sonnlicht-Mangel in eine regelrechte Depression. Aber nicht nur unser Körper kann sich nach Licht sehnen, auch unser Geist braucht einen Hoffnungsschimmer. Wo können wir den finden?

Der gute Hirte

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Ein Hirte kümmert sich um seine Schafe. Er kennt alle seine Tiere. Er versorgt sie und bewacht sie, und wenn er eines verloren hat, so geht er ihm nach, bis er es wiedergefunden hat. Dabei riskiert er oft sein Leben. Er nimmt das verlorene Schaf auf seine Schulter und trägt es wieder nach Hause, in Sicherheit, wo es geborgen ist. Er führt und leitet seine Schafherden auf saftige Wiesen und zu frischem Wasser, er geht ihnen voraus. Er weidet seine Schafe und lässt sie nicht alleine. Mit seinem Hirtenstab schützt er sie vor Gefahren und wilden Tieren. Er sorgt sich um die kranken und schwachen Schafe. Der Hirte weiß, was seine Schafe brauchen.

Die Schafe kennen ihren Hirten und folgen ihm. Schafe die ihren Hirten verloren haben, irren orientierungslos umher. Ihnen fehlt der Schutz, die Führung und Leitung, die Versorgung und Wegweisung. Schafe brauchen einen Hirten, auf ihn können sie sich verlassen. Bei ihrem Hirten und in der Schafherde, haben sie alles, was sie brauchen.

Es gibt gute sowie schlechte Hirten. Ein guter Hirte hat eine große Tierliebe und macht seine Arbeit gut. Ihm ist jedes einzelne Schaf wichtig und wenn er eines verliert, sucht er es bis er es wieder gefunden hat. Ein schlechter Hirte arbeitet hauptsächlich um seinen Lohn zu bekommen, die Schafe sind ihm dabei weniger wichtig. Er setzt sich nicht Gefahren aus, um ein einziges Schaf zu finden, das verloren gegangen ist, denn er hat ja noch viele in seiner Herde.

Auch wir Menschen brauchen so einen guten Hirten, der uns kennt und den wir kennen. Es gibt Situationen, Umstände im Leben, in denen wir umherirren wie die Schafe, in denen wir uns verloren und orientierungslos fühlen und vom Weg abgekommen sind und Gefahren ausgesetzt sind. Wir kommen alleine nicht mehr weiter und sehnen uns nach Sicherheit, Geborgenheit, Schutz, Versorgung, Wegweisung, Orientierung, Führung und Leitung.

Aber wer ist dieser gute Hirte und wie können wir den einen guten Hirten von den vielen schlechten Hirten unterscheiden?

In der Bibel in Johannes, 10, 11-16 spricht Jesus:

Johannes 10, 11-16 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe.  Ein Schäfer, der nur für Lohn arbeitet, läuft davon, wenn er einen Wolf kommen sieht. Er wird die Schafe im Stich lassen, weil sie ihm nicht gehören und er nicht ihr Hirte ist. Und so greift der Wolf sie an und zerstreut die Herde.  Der bezahlte Arbeiter läuft davon, weil er nur angeworben wurde und die Schafe ihm nicht wirklich am Herzen liegen. Ich bin der gute Hirte; ich kenne meine Schafe und sie kennen mich, so wie mein Vater mich kennt und ich den Vater. Ich gebe mein Leben für die Schafe. Ich habe auch noch andere Schafe, die nicht in diesem Pferch sind. Auch sie muss ich herführen, und sie werden auf meine Stimme hören; und alle werden eine Herde mit einem Hirten sein

Jesus ist der gute Hirte, der sich um uns kümmert und weiß, was wir brauchen. ER kennt uns und liebt jeden einzelnen von uns. Jeder ist im wertvoll und wichtig. ER ist unser Versorger, der uns alles gibt was wir brauchen. ER gibt auf uns acht und geht jedem nach, der sich verirrt hat, der den Weg nicht mehr weiß und die Orientierung verloren hat, und auf der Suche ist. ER ist die Quelle des Lebens, die jeden Durst und Hunger stillt. ER möchte immer bei uns sein. ER ist unser Schutz vor den Gefahren in der Welt, unsere Sicherheit, unser Zuhause. Und ER lässt sein Leben für uns, damit wir nicht verloren gehen, sondern gerettet werden.

In der Welt gibt es viele schlechte Hirten, die uns in die Irre führen und nicht halten was sie versprechen. Von wem möchtest du dich führen und leiten lassen, wem möchtest du nachfolgen? Ich lade dich ein, dem wahren guten Hirten dein Herz zu öffnen und ihn kennenzulernen. So wird er dich versorgen mit allem was du brauchst. Er schenkt dir Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Schutz, Versorgung, Wegweisung, Orientierung, Führung und Leitung.

Der gute Hirte
Ein Lied von David. Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen. Er gibt mir neue Kraft. Er leitet mich auf sicheren Wegen und macht seinem Namen damit alle Ehre. Auch wenn es durch dunkle Täler geht, fürchte ich kein Unglück, denn du, HERR, bist bei mir. Dein Hirtenstab gibt mir Schutz und Trost. Du lädst mich ein und deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du begrüßt mich wie ein Hausherr seinen Gast und füllst meinen Becher bis zum Rand. Deine Güte und Liebe begleiten mich Tag für Tag; in deinem Haus darf ich bleiben mein Leben lang. Psalm 23

Hunger nach mehr

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Seit mehreren tausend Jahren gehört das Brot zu unseren Grundnahrungsmitteln. Es ist ein wertvoller Bestandteil unseres Speiseplans und macht uns satt. Allerdings gibt es ja nicht nur den physischen, sondern auch einen psychischen Hunger. Gegen den hilft kein Butterbrot. Aber wie können wir ihn nachhaltig stillen?

Frucht bringen

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Was bedeutet es Frucht zu bringen? Woran denken wir zuallererst, wenn wir diese Worte hören? Die meisten von uns verbinden „Frucht bringen“ wahrscheinlich mit Leistung. Frucht bringen wir, wenn wir etwas „bringen“, etwas tun, wenn wir unsere eigene Kraft einbringen und daraus etwas entsteht. Da es in vielen Bereichen wie Schule, Beruf, Haushalt usw. um Leistung geht und erwartet wird, kommt uns diese Bedeutung oft als erstes in den Sinn. In unserem Alltag sind wir ständig gefordert, Schüler sollen gute Noten bringen, der Berufstätige soll gute Arbeit leisten und die Hausfrau rechtzeitig das Essen auf den Tisch bringen.

Auch in der Bibel spricht Jesus von Frucht bringen und dass wir dazu bestimmt sind Frucht zu bringen. In Johannes 15, 1-5 lesen wir:

„Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er weg, und jede, die Frucht bringt, schneidet er zurück und reinigt sie so, damit sie noch mehr Frucht bringt. Ihr allerdings seid schon rein, weil ihr mein Wort gehört und angenommen habt. Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Eine Rebe kann nicht aus sich selbst heraus Frucht bringen; sie muss am Weinstock bleiben. Auch ihr könnt keine Frucht bringen, wenn ihr nicht mit mir verbunden bleibt. Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reichlich Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts bewirken.“

Wie entsteht Frucht in der Natur? Ein Same wird gesät, ein Weinstock wächst heran und bildet die Reben aus, die mit dem Weinstock verbunden sind. Eine Rebe kann aus sich selbst keine Frucht wachsen lassen. Jesus macht einen Vergleich. Er ist der Weinstock, Gott-Vater ist der Weingärtner und jeder Mensch, der Gottes Wort gehört und angenommen hat ist eine Rebe. Wie können wir Reben sein, die Frucht bringen? Aus eigener Kraft, durch eigene Leistung oder Taten können keine Früchte entstehen. Wir sind nicht die Wurzel, die sich durch Steine und Felsen einen Weg zum Wasser bahnen muss und die Pflanze hält. Wir sind auch nicht der Stamm, der Nahrung beschaffen muss und die Pflanze trägt. Wir sind die Zweige, die einfach mit dem Weinstock verbunden sind und den Saft der Pflanze aufnehmen. So sollen wir mit Jesus verbunden bleiben, um Frucht zu bringen. Die Beziehung zu Jesus, in ihm zu bleiben ist die Voraussetzung dafür, dass in unserem Leben Früchte wachsen.

Die Früchte, die an einer Weinrebe wachsen haben auch ihre Bestimmung. Die Weintraube ist ein Nahrungsmittel, das Menschen stärkt und zudem trägt sie den Samen des Weinstocks in sich und gibt diesen weiter. Und so können auch wir, wenn wir mit Jesus verbunden bleiben in unserer Bestimmung leben und Früchte entwickeln, die unsere Mitmenschen stärken und ermutigen und das, was Jesus uns gibt, seine Liebe, seinen Frieden, seine Hoffnung, sein Licht weitergeben.

Die Früchte die aus der Verbindung, Beziehung zu Jesus entstehen sind in Galater 5,22 aufgeschrieben:

„Doch die Frucht, die der Geist wachsen lässt, ist: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“

Gottes Bestimmung für uns liegt nicht in Leistung und eigenem“Tun“, sondern darin Kinder Gottes zu „sein“ und Jesus, der in uns lebt, in unserem Leben sichtbar werden zu lassen.

Mittwochsimpuls – Gedanken zur Jahreslosung

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Was bedeutet es, barmherzig zu sein? Ein barmherziger Mensch ist jemand, der sein Herz für seine Mitmenschen öffnet, am Leid und der Not anderer Anteil nimmt und hilft. Barmherzigkeit sieht und nimmt seinen Nächsten wahr und kann sich in den anderen einfühlen. Eine Charaktereigenschaft, die wir in unserer Gesellschaft dringend benötigen. Wir brauchen Menschen, die nicht nur an sich und ihren eigenen Vorteil denken, die nicht vorwiegend ihr eigenes Wohl im Blick haben, sondern auch für andere da sind und sich denen in Liebe zuwenden, denen es nicht so gut geht.

„Seid barmherzig wie euer Vater barmherzig ist!“ fordert uns Jesus in Lukas 6,36 auf.

Dieser Vers leitete mich dazu an, mir tiefgehende Gedanken über den Unterschied von göttlicher und menschlicher Barmherzigkeit zu machen.

Gottes Barmherzigkeit ist viel größer und geht viel weiter als unsere menschliche Barmherzigkeit. Er ist der Vater der Barmherzigkeit, so wird er in der Bibel beschrieben. Er ist der barmherzige und gnädige Gott. Die Geschichte vom verlorenen Sohn bringt seine Barmherzigkeit wunderbar zum Ausdruck:

Ein Vater hat zwei Söhne. Der jüngere Sohn verlangt von seinem Vater sein Erbe. Sobald er es erhalten hat, zieht er fort und verprasst das Geld im Ausland. Zum Bettler herabgesunken, arbeitet er als Schweinehirte und hungert dabei so sehr, dass er sich reumütig nach dem Haus seines Vaters zurücksehnt und sich vornimmt, dem Vater seine Sünde zu bekennen und ihn um eine Stelle als geringer Tagelähner zu bitten. Als er dann tatsächlich nach Hause zurückkehrt, ist der Vater so froh über die Rückkehr seines Sohnes, dass er ihn kaum ausreden lässt und sofort wieder bei sich aufnimmt. Er kleidet ihn festlich ein und veranstaltet ein großes Fest. Als sich der ältere Sohn, der dem Vater die ganze Zeit über treu gedient hat, über das Verhalten des Vaters beklagt, entgegnet dieser: „Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden“. Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen: Lukas 15,11-32

Gottes Barmherzigkeit ist eine unverdiente, aber großzügige Zuwendung in bedingungsloser Liebe, sie ist somit ein Geschenk. Gott wendet sich dem reumütigen Sohn in Liebe zu, mit gnädigem, vergebenden Blick. Er richtet ihn nicht und bestraft ihn nicht für seine Fehler und Schuld. So freut sich Gott über jeden Menschen, über jeden Sünder, der umkehrt und zum Vater heimkommt. Gott ist barmherzig und gütig auch zu den Menschen, die vom Weg abkommen, gottlose Wege gehen, um sie zurückzuführen zur Vaterliebe Gottes.

Wie können wir selbst barmherzig sein wie der Vater und Barmherzigkeit in unserem Alltag leben? Aus unserer eigenen menschlichen Kraft ist unserer Barmherzigkeit begrenzt. Solange uns jemand gut gesinnt ist, sind wir auch für andere da, aber wenn wir verletzt oder schlecht behandelt werden? Zu Menschen gut zu sein, von denen wir nichts Gutes erwarten ist nicht einfach. Wenn wir helfen, erwarten wir Hilfe zurück, wenn uns jemand verletzt, kommen in uns eher negative Gefühle wie Rache auf als Barmherzigkeit und unser Stolz hindert uns daran, auf den anderen zuzugehen. Menschlich gesehen ist Barmherzigkeit meist an Bedingungen geknüpft.

Göttliche Barmherzigkeit hingegen gibt ohne etwas dafür zu erwarten, kann nicht verdient werden, sondern ist ein Geschenk. Göttliche Barmherzigkeit ist jederzeit bereit zu vergeben, sie ist bedingungslos und rechnet Fehler nicht zu.

„Und wenn ihr liebt, die euch lieben, was für einen Dank habt ihr? Denn auch die Sünder lieben, die sie lieben. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für einen Dank habt ihr? Auch die Sünder tun dasselbe. Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr wieder zu empfangen hofft, was für einen Dank habt ihr? Auch Sünder leihen Sündern, damit sie das Gleiche wieder empfangen. Doch liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen! Und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.“ Lukas 6, 32-35

Um solche Barmherzigkeit in unserem Leben praktizieren zu können, müssen wir selbst zuerst Barmherzigkeit von Gott erfahren haben. Erlebte Barmherzigkeit Gottes löst Dank und Freude aus. Wenn wir begreifen, dass wir auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen sind, dass wir schwach sind und Hilfe und Errettung brauchen und erkennen welch großes Opfer Gott für uns erbracht hat, dann können wir selber barmherzig sein.

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat“ Johannes 3,16

„Weil Gott so gnädig ist, hat er euch durch den Glauben gerettet. Und das ist nicht euer eigenes Verdienst; es ist ein Geschenk Gottes“ Epheser 2,8

„Doch Gott ist so barmherzig und liebte uns so sehr, dass er uns, die wir durch unsere Sünden tot waren, mit Christus neues Leben schenkte, als er ihn von den Toten auferweckte. Nur durch die Gnade Gottes seid ihr gerettet worden.“ Epheser 2,4-5

Wenn wir das Geschenk seiner Barmherzigkeit für uns annehmen, wächst in uns der Wunsch, dieses Geschenk an unsere Mitmenschen weiterzugeben und durch die Kraft des heiligen Geistes, der in uns wirkt, können wir das auch tun.

„Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.“ Matthäus 5,7

„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“ Psalm 23,6

Ich packe meinen Koffer – Reisegepäck für 2021

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Ich packe meinen Koffer und nehme für das neue Jahr 2021 mit … Damit das neue Jahr gelingen kann, dürfen einige Dinge in meinem Reisegepäck nicht fehlen. Wenn dann Herausforderungen und Durststrecken kommen, kann ich darauf zurückgreifen. Hast du deinen Koffer für 2021 auch gepackt?

Orientierung in dunkle Zeiten

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Manchmal scheint es dunkel um uns herum. Als ob jemand das Licht ausgeknipst hätte, und wir nun im Dunkeln tappen müssen. Ohne Orientierung. Wo können wir denn Orientierung für uns Leben bekommen? Was bringt Licht in unser Leben und zeigt uns den Weg?

Mittwochsimpuls Gedanken zum Jahreswechsel

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Ein Jahr geht zu Ende. Wir halten inne, blicken zurück auf Vergangenes und machen uns Gedanken, gute Vorsätze und Pläne für das neue Jahr. Wenn wir das alte Jahr revü passieren lassen, war es für die meisten von uns wohl ein außergewöhnliches Jahr. Es war mit neuen Herausforderungen, Schwierigkeiten, Veränderungen, Einschränkungen und Unsicherheiten verbunden. Vieles von dem, was uns selbstverständlich erschien, war nicht mehr möglich.

Auch ich habe mir wieder Gedanken gemacht:

  • Wofür kann ich dankbar sein?
  • Was war gut?
  • Welche Herausforderungen hatte ich zu bewältigen?
  • Was möchte Gott mir zeigen?
  • Worüber habe ich mich gefreut?
  • Was hat mich traurig gemacht?
  • Welche Veränderungen hat es gegeben?
  • Was ist mir wichtig geworden?
  • Wo bin ich gewachsen, was habe ich dazugelernt?
  • Welches sind meine Baustellen?
  • Was nehme ich mir für das kommende Jahr vor?
  • Welche Ziele möchte ich erreichen und umsetzen?
  • Welche Wünsche und Visionen habe ich?
  • Welchen Plan hat Gott für mein Leben?

Im Rückblick auf das vergangene Jahr, durch alle Umstände hindurch, gab es für mich eine Konstante, eine Sicherheit, eine unerschütterliche Wahrheit:

„Immanuel, Gott ist mit uns“

Gott war mit mir in allen Herausforderungen, Schwierigkeiten, Veränderungen, Einschränkungen und Unsicherheiten. Gott war mit mir in Freude und Leid. Gott war mit mir in meinem Gelingen und in meinem Scheitern. Gott war mit mir, in meinen Wünschen, Visionen und Plänen. Gott war immer und überall da und deshalb war es für mich ein gutes Jahr. Den Blick auf Jesus auszurichten, in allen Dingen auf ihn zu schauen, hat mein Herz mit Frieden erfüllt, einen übernatürlichen Frieden, den die Welt nicht kennt.

„Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren“ Philipper 4,6-7

Dankbar für seine Liebe und Treue, seine Leitung und Führung möchte ich in das neue Jahr gehen.

Im Vertrauen auf Jesus kann ich hoffnungsvoll und zuversichtlich in die Zukunft blicken und meine Zeit sinnvoll nutzen, für alles was wirklich wichtig ist. Das vergangene Jahr bot auch die Chance über die eigenen Prioritäten nachzudenken und diese neu auszurichten.

Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst Matthäus 22, 37-39

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere hinzugegeben.“ Matthäus 6,33

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr mit Gottvertrauen, Hoffnung, Zuversicht, Dankbarkeit und mit seinem Frieden im Herzen.

Den nächsten Mittwochsimpuls gibt es in 2 Wochen wieder, am 13.01.20

Von guten Mächten (Songwriter: Dietrich Bonhoeffer / Glashaus)

Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Noch will das Alte unsre Herzen quälen
Noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
Das Heil, für das du uns bereitet hast.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
Aus deiner guten und geliebten Hand.
Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz
Dann wolln wir des Vergangenen gedenken
Und dann gehört dir unser Leben ganz.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Lass warm und hell die Kerzen heute flammen
Die du in unsre Dunkelheit gebracht
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet
So lass uns hören jenen vollen Klang
Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet
All deiner Kinder hohen Lobgesang.

Mittwochsimpuls – Das größte Geschenk

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Sich zu beschenken gehört an Weihnachten dazu. Wir freuen uns, wenn wir Geschenke bekommen und ebenso wenn wir unserer Familie und Freunden eine Freude machen können. Geschenke sind ein Zeichen der Liebe. Dabei sind die schönsten Geschenke nicht die teuersten, sondern jene, die vom Herzen kommen. Gemeinsam verbrachte Zeit, ein guter Gedanke, und das Wissen, dass jemand an mich denkt sind für mich viel wertvollere Geschenke als etwas Materielles.

Doch woher kommt eigentlich der Brauch, dass wir uns an Weihnachten gegenseitig Geschenke machen? Ich habe recherchiert und herausgefunden, dass Martin Luther diese Tradition eingeführt hat. Ursprünglich war Weihnachten gar nicht mit Schenken verknüpft. Früher brachte der Heilige St. Nikolaus am 6. Dezember die Geschenke. Luther verlegte diese Tradition im 16. Jahrhundert auf Weihnachten . Zum einen, weil er bekanntlich von der Heiligenverehrung nicht allzu viel hielt. Zum anderen betonte er damit, dass die Geburt Jesu Christi im Stall zu Bethlehem das allergrößte Geschenk Gottes an uns Menschen ist. Luther dachte sich, wenn Kinder ein echtes, fühlbares Geschenk zu Weihnachten bekommen, dann werden sie dadurch an das Geschenk Gottes sichtbar erinnert. Die Botschaft wird ihnen „be-greifbarer“. So kam es, dass wir uns heute an Weihnachten beschenken.

Die Geburt Jesu ist das größte Geschenk Gottes an uns Menschen. Gott schenkt sich selbst, wird Mensch, um uns zu begegnen und nahe zu sein. Wir sind ihm nicht gleichgültig, Gott ist mit uns. Jesus! In ihm ist Liebe, Vergebung, Gnade, Freude, Licht, Heilung, Frieden, Versöhnung, Sicherheit, Hoffnung und ewiges Leben. Und dieses Geschenk können wir nur mit unserem Herzen entgegennehmen, es im Herzen annehmen.

“ Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt“ Lukas 2,10

Das Kind in der Krippe wächst heran und hat eine Mission zu erfüllen. Er ist der Retter und Erlöser der ganzen Welt.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben habenJohannes 3,16

Gottes Geschenk an uns Menschen hat der Prophet Jesaja mehr als 700 Jh. vor der Geburt Jesu schon vorausgesagt:

  • Der „Wunderbare Ratgeber“ : Jesus führt und leitet uns durch jegliche Situationen und Umstände, er ist unser Licht. Er kann sogar Wunder für uns bewirken.
  • Der „Starke Gott“: In Jesus erkennen wir das Wesen Gottes, seine Kraft, Stärke und Allmacht.
  • Der „Ewige Vater“: Durch Jesus haben wir die Versöhnung mit Gott und Zugang zu Gott, dem Vater.
  • Der „Friedensfürst“: Jesus bringt Frieden zwischen Gott und den Menschen. Er schenkt uns seinen Frieden, den die Welt nicht kennt.

Mit einer kurzen Weihnachtsgeschichte zum Schluss wünsche ich allen ein gesegnetes Weihnachstfest. Lassen wir uns beschenken mit der Liebe Gottes und seinem unbezahlbaren Geschenk an uns.

Der Traum (Verfasser unbekannt)
Um Weihnachten herum hatte ein Junge einen denkwürdigen Traum. Jesus hat darin zu ihm gesprochen und ihn um drei Geschenke gebeten. Sofort bot ihm der Junge sein neues Kleidungsstück, seinen elektrischen Zug und sein schönes Bilderbuch an. «Nein», antwortete Jesus, «das brauche ich alles nicht. Ich wünsche mir etwas anderes von dir. Schenk mir deinen letzten Aufsatz!» – Der Junge erschrak: «Aber der Lehrer hat diesen Aufsatz mit einer Fünf benotet!» – «Genau deswegen möchte ich ihn haben. Bring mir alles, was unterschrieben ist mit «misslungen» und «gescheitert». «Schenk mir anschliessend deine Frühstückstasse » – «Aber die habe ich doch zerbrochen! » – «Willst du mir alles geben, was in deinem Leben zerbrochen und zerstört ist?» «Hier ist mein dritter Wunsch: Ich möchte, dass du mir die Antwort bringst, die du deiner Mama gegeben hast, als sie dich gebeten hat, ihr eben jene Tasse zu bringen.» – «Aber ich habe gelogen und behauptet, sie sei runtergefallen, obwohl ich sie absichtlich runtergeschmissen hatte.» – «Ja, das weiss ich», antwortete Jesus. «Bring mir all deine Lügen, deinen Ungehorsam, das Schlechte, das du getan hast, damit ich dir helfen, dir vergeben, dich heilen und verändern kann.» Als der kleine Junge aus diesem Traum erwachte, war ihm auf einmal klar, weshalb Gott Mensch wurde und weshalb Christus als Retter der Welt geboren wurde: Um alles verändern zu können, was gescheitert, zerstört und schlecht in uns ist, und uns damit das wunderbare Geschenk des ewigen Lebens zu machen.