Salz der Erde

Lesedauer 4 Minuten

Es war einmal ein König, der hatte drei Töchter, die er alle sehr liebte, am meisten aber die jüngste von ihnen. Sehr gerne wollte er wissen, ob die Töchter seine Liebe erwidern und verlangte von ihnen ein Zeichen ihrer Liebe. Am nächsten Tag traten sie vor ihn. Die älteste hatte in ihrer Hand eine Schale mit Zucker und sagte zu ihm: Ich liebe dich so wie diesen Zucker. Der Vater freute sich darüber sehr. Die mittlere hatte in ihrer Hand einen Tiegel mit Honig und sagte zu ihm: Ich liebe dich wie diesen Honig. Auch darüber freute sich der Vater und blickte dann erwartungsvoll auf seine jüngste Tochter. Diese hatte in ihrer Hand ein Brettchen mit etwas Salz darauf und sagte zum Vater: Ich liebe dich so sehr wie dieses Salz. Das hatte der Vater nicht erwartet. Wenn das deine Liebe zu mir ist, bist du nicht mehr meine Tochter, sagte er zornig. Sie mußte den Königshof verlassen und in die Welt ziehen. Nach langem Umherirren konnte sie sich schließlich auf einem anderen Königshof als einfache Küchenmagd verdingen. Niemand kannte sie dort, und sie mußte niedrigste Dienste verrichten. Durch ihr freundliches und liebliches Wesen und ihre Anmut gewann sie aber die Zuneigung aller, mit denen sie zu tun hatte, und schließlich auch die Liebe des Königssohnes. Er wollte sie – wie halt im Märchen – heiraten. Zur Hochzeit wurden viele Könige, darunter auch der Vater der Braut eingeladen. Niemand aber wußte, wer die Braut wirklich war, auch der Königssohn nicht und erst recht nicht ihr Vater. Die aufgetragenen Speisen schmeckten herrlich. Als aber der Vater der Braut den ersten Bissen von seinem Teller nahm, mußte er ihn sofort ausspeien; so schlecht schmeckte er. Er bat seine Tischnachbarn, von ihren Speisen kosten zu dürfen – und ihr Essen schmeckte vorzüglich. Da sprang der König zornig auf und rief, man wolle ihn zum Narren halten, und wollte die Hochzeit verlassen. Bestürzt kam der Vater des Bräutigams hin und als er die Speise kostete, mußte auch er sie ausspeien. Da rief er zornentbrannt: Fürwahr, wer das getan hat, soll dafür mit dem Tod bestraft werden. Da stand die Braut auf und sagte: Ich habe die Speise zubereitet und habe statt mit Salz mit Zucker und Honig gewürzt, und erzählte ihre ganze Geschichte… Dieses Märchen handelt von der Wichtigkeit des Salzes für unser Leben.

  • Salz ist ein wichtiger und wertvoller Mineralstoff für unseren Körper
  • Salz würzt und verleiht Geschmack
  • Salz hat eine heilende, reinigende Wirkung
  • Salz desinifiziert
  • Salz ist ein Konservierungsmittel, es macht Speisen haltbar
  • Salz ist lebensnotwendig
  • Salz macht durstig

Salz macht also einen entscheidenden Unterschied.

In der Bibel im Matthäusevangelium Kapitel 5,13 spricht Jesus zu seinen Jüngern:

„Ihr seid das Salz der Erde.“

Er sagt also zu ihnen: Ihr könnt einen Unterschied machen, ihr verbreitet Würze und Geschmack, ihr erhaltet Leben, ihr bringt eine Botschaft der Heilung in die Welt. Er sagt ihr seid das Salz der Erde, nicht ihr werdet es sein. Damit gibt er ihnen eine Identität und einen Auftrag.

Jesus sagt diese Worte nicht zu allen Menschen, sondern zu denjenigen die an ihn glauben, ihm nachfolgen, die ihn kennen, zu jenen die eine Beziehung zu ihm haben. Glaube ist viel mehr als nur zu glauben, dass es Gott gibt. Wahrer Glaube führt in eine Beziehung zu Gott. Genau diese Beziehung macht den Unterschied, ist das Salz in der Suppe.

„All denen, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht Gottes Kinder zu werden.“ Johannes 1,12

In einer Beziehung lernt man sich kennen, pflegt regelmäßigen Kontakt, man verbringt Zeit miteinander, man interessiert sich für den anderen, man tauscht sich aus, spricht und kommuniziert miteinander, man hat den Wunsch etwas für den anderen zu tun, man lässt den anderen an seinem Leben teilhaben, man ist sich nahe und das Vertrauen zum anderen ist da. Genauso ist es auch in einer Beziehung zu Gott.

Die Gemeinschaft mit Jesus hat die Jünger beeinflusst und geprägt und das zeigte sich auch nach außen.

„Was du im Innern kultivierst wird ins Sichtbare kommen.“ Johannes Hartl

Wenn wir also eine lebendige Beziehung zu Gott haben werden wir zu Kindern Gottes und sind das Salz der Erde. Durch die Verbindung mit Gott, wenn Gott in uns lebt tragen wir die Eigenschaften von Salz in uns.

„Salz ist gut, um zu würzen. Aber wenn es seinen Geschmack verliert, wie soll man es wieder salzig machen? Ihr müsst die Eigenschaft des Salzes in euch tragen und in Frieden miteinander leben“ Markus 9,50

Und so können wir einen Unterschied machen in unserem Umfeld. Als Kinder Gottes sind wir gesegnet und können ein Segen für unsere Mitmenschen sein. Durch Gottes Liebe zu uns sind wir wichtig und wertvoll und daher können wir auch andere lieben. Durch Jesus sind wir geheilt und können auch für unsere Nächsten um Heilung beten. Durch Jesus sind wir von Schuld befreit und rein und können ebenso vergeben. Durch den Glauben an Jesus haben wir die rettende Botschaft in uns und können diese weitergeben. Dadurch, dass wir Salz der Erde sind, können wir durch unser Sein andere durstig machen. Durstig nach dem Wasser des Lebens. Es braucht nur wenig Salz, um eine Veränderung zu bewirken, es braucht keine großen Worte oder Taten, es reicht das Bewusstsein, dass Christus in uns lebt und seine Kraft in uns wirkt.

„Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeglichen antworten sollt.“ Kolosser 4,6

„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Matthäus 5,13-16

Mittwochsimpuls Freut euch zu jeder Zeit

Lesedauer 2 Minuten

Wie entsteht Freude? Meist ist Freude eine Reaktion auf ein freudiges Ereignis, etwas Schönes, das ich erlebt habe, eine Emotion in einer angenehmen Situation oder die Erinnerung daran. Das ist eine Freude, die von meinen Umständen abhängt, von meiner Befindlichkeit, von Ereignissen, die mir widerfahren.

Paulus schreibt im Philipperbrief „Freut euch zu jeder Zeit!“. Es gibt aber auch Umstände, die keine Freude aufkommen lassen, Schwierigkeiten, Herausforderungen, Probleme, Krisen, schlechte Tage. Wie kann ich mich da zu jeder Zeit freuen?

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Mittwochsimpuls Hauptsache gesund!?

Lesedauer 5 Minuten

Definition Gesundheit:

Die wohl bekannteste Definition von Gesundheit wurde durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschrieben: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“

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Mittwochsimpuls Zuerst geliebt

Lesedauer 3 Minuten

Letzte Woche bin ich während meiner stillen Zeit mit Gott auf den obigen Vers im Bild aus Jeremia Kapitel 31 gestoßen. Dieser Vers hat mich sehr angesprochen und berührt. Beim Lesen habe ich das Herz Gottes gespürt und seine große Liebe zu uns Menschen. Eine Liebe die soviel grösser ist, als wir es uns je vorstellen können, eine Liebe die uns immer zuvor kommt, eine Liebe die immer da war, eine Liebe, die nicht geknüpft ist an Bedingungen. Gottes Liebe ist eine unverdiente Liebe, die wir uns nicht erarbeiten oder verdienen können durch eigene Anstrengung oder gute Taten und Werke. Gott hat uns schon immer geliebt und er wird uns immer lieben, trotz unserer Fehler und Schwächen. Unser Verhalten ändert nichts an seiner Liebe.

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Mittwochsimpuls Unerschütterlich in einer erschütterten Zeit

Lesedauer 4 Minuten

Letztes Wochenende haben wir Ostern gefeiert, das Auferstehungsfest Jesu. Dieses Ostern wird vielen von uns sicher in Erinnerung bleiben. Es war anders als gewöhnlich. Vieles, was wir mit diesem Fest verbinden, ist dieses Jahr weggefallen. Es durften keine Ostergottesdienste abgehalten werden, große Familienfeiern sind ausgeblieben und wir haben im Kreise der engsten Familie die Ostertage zu Hause verbracht. Und trotzdem: Ostern ist nicht ausgefallen, was Jesus für uns vor 2000 Jahren erwirkt hat, ist ein Geschenk, das heute und in Ewigkeit gilt, für jeden Menschen, der es im Glauben annimmt.

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“ Johannes 3,16

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Mittwochsimpuls Frühjahrsputz

Lesedauer 2 Minuten

Diese Woche habe ich meinen Frühjahrsputz begonnen. Ich möchte die Zeit jetzt nutzen, um wieder einmal gründlich Ordnung zu schaffen. Zimmer für Zimmer, Kasten für Kasten, Schublade für Schublade muss erst einmal raus, was nicht mehr gebraucht wird. Mit der Zeit sammelt sich immer wieder einiges an, was ich entsorgen und aussortieren kann. Nach der Entrümpelung wird saubergemacht und gereinigt.

Diese Aktion möchte ich jedoch nicht nur in meinem Haus machen, sondern vor allem auch in meinem Innerem, meinem Herz, meiner Seele, meinem Geist. Auch dort kann sich so einiges ansammeln, das entsorgt werden muss. Das können schlechte, Gewohnheiten, Muster, negative Gedanken/Gefühle oder Glaubensätze sein, welche mir nicht gut tun. Schlechte Erfahrungen, Verletzungen, Schuld, – all das sind Dinge, die mich belasten und die ich nicht länger mit mir herumschleppen möchte.

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Mittwochsimpuls Angst besiegen

Lesedauer 3 Minuten

Angst- ein Gefühl das jeder Mensch kennt. Auch Jesus hatte Angst. Er kam als Mensch auf die Welt und hatte auch mit den Dingen der Welt zu kämpfen wie wir. In seinem ganz Mensch-sein hat er erlebt und erfahren, was es bedeutet Angst zu haben.

Jesus spricht:
In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

Johannes 16,33


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Blogparade Christliche Erziehung heute

Lesedauer 3 MinutenHochbegabung
Wie kann christliche Erziehung heute gelingen? Ein Thema, das mich sehr beschäftigt, da es mir sehr wichtig ist meine drei Kinder im Glauben zu erziehen und ihnen die christlichen Werte mitzugeben. Es ist eine Verantwortung, die wir als Eltern haben, gegenüber Gott und unseren Kindern, ihnen diese Werte mit auf den Weg zu geben.
Psalm 119,9 Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an dein Wort.
Diese Aufgabe ist eine große Herausforderung, ich komme immer wieder an meine Grenzen, mache immer wieder Fehler und brauche viel Weisheit und Führung von Gott. Deshalb ist es mir sehr wichtig, selbst die Beziehung zu Gott in meinem Alltag immer wieder zu reflektieren und zu leben.
Ich suche die Gegenwart Gottes, im Gebet,in seinem Wort,  in den Gottesdiensten,  im Austausch mit meinen Glaubensgeschwistern, um in dieser lebendigen Beziehung zu bleiben.  Daraus schöpfe ich Kraft und Wegweisung von Gott, um so den Kindern Vorbild sein zu können.
Kinder, vor allem kleinere orientieren sich sehr an ihren Eltern, beobachten unser Verhalten allen möglichen Situationen und sie ahmen uns nach. Deshalb finde ich die Vorbildfunktion sehr wichtig.
Ich versuche, das was ich glaube vorzuleben und Gott in unser alltägliches Leben zu integrieren, Gebet vor den Mahlzeiten, Gespräche über Gott und gemeinsames Bibellesen, Gottesdienstbesuche usw.
Schwieriger wird es, wenn die Kinder größer werden. Ab einem gewissen Alter fangen sie an, alles zu hinterfragen, Meinungen von Freunden werden zunehmend wichtiger. Sie beginnen eigenen Wege auszuprobieren und es kann auch sein, dass sie sich distanzieren. Wie gehe ich damit um? Oftmals stelle ich mir folgende Fragen
Bin ich zu streng?
Gebe ich zuviel Freiheiten?
Ich habe gemerkt, es tut uns gut innerhalb der Familie im Gespräch und Austausch zu bleiben, immer wieder uns zusammenzusetzten und uns zu fragen, was ist uns als Familie wichtig?  Was wollen wir weitergeben? Deshalb haben wir uns als Ehepartner die Zeit genommen einige Familienregeln zu besprechen und haben uns vorgenommen bei diesen an einem Strang zu ziehen und uns einig zu sein. Zb. dass wir einmal im Monat gemeinsam als Familie zum Gottesdienst gehen. Danach haben wir uns mit den Kindern zusammengesetzt und sind Kompromisse eingegangen. So haben wir jetzt einige Regeln, die für alle Familienmitglieder in Ordnung sind und die Kinder haben diese auch so akzeptiert. Sie haben viele Freiheiten, aber auch gewisse Grenzen und Aufgaben in der Familie. Diese Grenzen sind keine Einschränkung, sie können sich daran orientieren.
Gott hat uns Menschen ja auch die Gebote gegeben, nicht um uns einzuschränken. Diese sind dazu da, dass unser Miteinander gelingt und sind nur zu unserem Besten. Halten wir uns nicht daran, schaden wir nur uns selber.
Viel miteinander reden, über Wünsche, Erwartungen, ist für mich ein Schlüssel, immer in Beziehung zum Teenager zu bleiben. Sie immer wieder ermutigen, Kontakt und Freundschaften in der Gemeinde fördern, und immer für sie da zu sein.. Auch wenn Fehler passieren einander vergeben und neu anfangen. Die Kinder müssen wissen, sie sind immer angenommen und geliebt, egal was passiert.
Was mir eine große Hilfe ist, ist der Austausch mit anderen Christen, dadurch bekomme ich oft gute Ratschläge oder eine andere Sichtweise.
Ermutigung und Weisheit finde ich immer wieder im Wort Gottes. Ich orientiere mich an Jesu Taten und Worten. Er ist mein Vorbild, seine bedingungslose Liebe, sein Erbarmen, Trost und Vergebung.
Letztendlich ist Glaube etwas Freiwilliges, was man nicht aufzwingen kann, wir können unseren Kindern viel Gutes mitgeben, Glauben vorleben, von Gott erzählen, lenken und begleiten. Wenn sie größer werden, werden sie selbst ihre Entscheidung treffen…