Mittwochsimpuls Suche nach Anerkennung

Lesedauer 3 Minuten

Das Bedürfnis nach Anerkennung gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Jeder Mensch möchte gesehen werden, „erkannt“ werden, genau so wie er ist. Die Suche nach Anerkennung ist die Suche nach Wertschätzung, Achtung, Respekt und Liebe. Im Wort Anerkennung finden wir das Wort „kennen oder erkennen“.

Wer kann diese Sehnsucht in uns stillen?

Suchen wir Anerkennung bei Menschen, wird es immer wieder passieren, daß wir enttäuscht werden. Oft ist diese Anerkennung an gewisse Bedingungen geknüpft.

Ich werde beachtet wenn:

  • ich mich in einer gewissen Weise verhalte
  • ich das tue, was von mir erwartet wird
  • wenn ich mich anpasse
  • je mehr ich leiste
  • je mehr ich besitze

Die heutige Gesellschaft funktioniert nach dem Leistungsprinzip. Der Mensch wird bewertet aufgrund seiner Leistung und das fängt schon in Kindergarten und Schule an. Deswegen fragen sich auch schon die Kinder: Was muss ich tun um gesehen zu werden?

Das Bedürfnis irgendwo dazugehören zu wollen führt dazu, dass wir uns oft verstellen müssen, Masken tragen und nicht so sein können, wie wir wirklich sind. Dieses ganze System führt zu Leistungsdenken, immer mehr leisten um Anerkennung zu bekommen. Wir vergleichen uns mit anderen.

Das Streben danach gesehen zu werden kann uns auch in den Perfektionismus führen. Wir sind dann Getriebene, wollen alles perfekt machen, immer besser sein und erlauben uns keine Fehler mehr.

So machen wir unser Selbstbild, unseren Selbstwert abhängig von den Meinungen und Beurteilungen der Menschen. Wir werden zum Spielball, sind manipulierbar und leicht verletzbar.

Ich selber kenne Leistungsdenken und Perfektionismus sehr gut. Viele Jahre in meinem Leben habe ich genau nach diesem Prinzip funktioniert. Ich wollte es immer jedem recht machen und habe mich schwer getan auch mal „Nein“ zu sagen.

Mit der Zeit wurde ich immer unzufriedener und innerlich leer und gefangen, weil ich merkte es ist nie genug und es wird auch nie genug sein.

Als ich zum Glauben kam und Jesus kennenlernte, erkannte ich daß ich die ganze Zeit Anerkennung am falschen Ort gesucht habe.

Was Gott über dich denkt, ist viel wichtiger als das,was andere über dich denken-1

Gott führt mich in die Freiheit, Gottes Liebe zu mir ist bedingungslos. Ich bin wertvoll, einzigartig gemacht und brauche mich mit niemanden zu vergleichen. Ich bin ein Kind Gottes, nach seinem Ebenbild erschaffen. Gott liebt mich so wie ich bin, unabhängig von dem, was ich tue oder leiste. Gott lässt mich nie alleine, er steht immer zu mir. Er ist da, unter allen Umständen darf ich zu ihm kommen. Er schaut mit liebenden Blick auf mich, auch wenn ich Fehler mache.

Gott ist derjenige der mich am besten „kennt“, denn er ist mein Schöpfer. In seiner Gegenwart darf ich so sein wie ich wirklich bin. Er sieht mich und weiß alles über mich. Er liebt mich mit meinen Fehlern und Schwächen.

Herr, du durchschaust mich,
    du kennst mich durch und durch.
Ob ich sitze oder stehe – du weißt es,
    aus der Ferne erkennst du, was ich denke.
Ob ich gehe oder liege – du siehst mich,
    mein ganzes Leben ist dir vertraut.
Schon bevor ich anfange zu reden,
    weißt du, was ich sagen will.
Von allen Seiten umgibst du mich
    und hältst deine schützende Hand über mir.
Dass du mich so genau kennst, übersteigt meinen Verstand;
    es ist mir zu hoch, ich kann es nicht begreifen! Psalm 139,1-6

„Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen,
    im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
14 Herr, ich danke dir dafür,
    dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast!
Großartig ist alles, was du geschaffen hast –
    das erkenne ich!
15 Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm,
unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter[b],
    da war ich dir dennoch nicht verborgen.
16 Als ich gerade erst entstand,
    hast du mich schon gesehen. “ Psalm 139,13-16

„Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott,
    es sind so unfassbar viele!
18 Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer;
    wollte ich sie alle zählen, ich käme nie zum Ende “ Psalm 139,17-18

Bei Gott wird mein Bedürfnis nach Anerkennung, Wertschätzung, Liebe so erfüllt, wie es von keinem Mensch je erfüllt werden könnte.

Dieses Wissen bei ihm bedingungslos angenommen zu sein, in ihm alles zu haben was ich brauche, stärkt meinen Selbstwert und mein Selbstbild. Mit dieser Gewißheit möchte ich in die Welt hinausgehen, meine Masken ablegen und in der Identität als Kind Gottes leben. Ich muss mich nicht mehr anpassen, überall und alles mitmachen, nur um anerkannt zu sein, ich kann authentisch zu meinen Werten stehen unabhängig davon, was andere Menschen sagen oder denken.

Ich möchte nicht mehr leben um Menschen zu gefallen, sondern um Gott zu gefallen. Dadurch müssen Perfektionismus und Leistungsdenken weichen und dafür kommen Gelassenheit und Frieden in mein Leben.

“ Ich und Gott“ – wir sind immer die Mehrheit

Zitat von Debora Sommer: „Ich erfahre dankbar, daß ich nicht durch meine Leistung definiert bin, sondern durch meine Beziehung zum Schöpfer“

“ Was kann man dazu noch sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann da noch gegen uns sein? “ Römer 8,31

Mittwochsimpuls Glaube – eine lebendige Beziehung

Lesedauer 3 Minuten

Glaube hat für mich nichts mit der Einhaltung von Regeln, das Einhalten religiöser Traditionen und Pflichten zu tun, sondern mit einer Beziehung zu Gott. Ich habe es nicht mit einem Gott zu tun, der weit entfernt im Himmel ist oder den ich einmal in der Woche im Gottesdienst besuche. Ich habe ihn als lebendigen Gott erlebt, der in meinem Herzen lebt und in jeder Situation, jeden Tag bei mir ist. Ein Gott, der mich bedingungslos liebt, der mich geheilt und von allen Schuldgefühlen befreit hat. Es ist meine Kraftquelle, bei der ich auftanken kann, das lebendige Wasser, das meinen Durst und meine tiefste Sehnsucht stillt, das Brot, das mich nährt. Jede Beziehung braucht Pflege und Nahrung, um zu überleben. So auch die Beziehung zu Gott. Jeden Tag möchte ich neu die Entscheidung treffen, in dieser Beziehung zu leben und darin zu wachsen. Je mehr ich in meiner Beziehung zu ihm wachse, desto besser lerne ich mich selbst kennen, denn er ist mein Schöpfer. Je tiefer ich in seine Liebe eintauche und mich von ihr erfüllen lasse, desto mehr wachse ich in meinen Beziehungen zu meinen Mitmenschen und kann ihnen mit dieser Liebe begegnen. Ich möchte einige Punkte mit euch teilen, die mir helfen, meinen Glauben zu pflegen und zu stärken.

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Interview mit Gott

Lesedauer 2 Minuten

Interview mit Gott (von Beth Alves)

Ich träumte, ich hätte ein Interview mit Gott gehabt.„Komm rein“sagte Gott. „Du möchtest mich also etwas fragen?“„Nur wenn Du Zeit für mich hast.“,sagte ich.Gott lachte und sagte: „Meine Zeit ist die Ewigkeit und die reicht für alles. –Welche Fragen möchtest Du mir denn stellen?“Und ich fragte: „Was überrascht Dich am meisten an den Menschen?“Gott antwortete:„…

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Mittwochsimpuls Wurzeln

Lesedauer 4 Minuten

Die Wurzeln eines Baumes kann man zwar nicht sehen und doch haben sie für Wachstum und Gedeihen die größte Bedeutung. Die Wurzeln sind die feste Grundlage auf dem der Baum steht, das Fundament. Ein ganzes Geflecht bildet sich, das sich immer tiefer in mehrere Richtungen unter der Erde ausbreitet. . Wenn ich im Wald spazierengehe sehe ich viele mächtige, große Bäume. Viele sind kräftig und bleiben standhaft, bei jeder Witterung. Sturm, Unwetter, Hitze oder Kälte können ihnen nichts anhaben, nichts kann sie so schnell umhauen. Um so stark zu werden braucht der Baum vor allem tiefe Wurzeln, die weit in die Erde reichen. Über diese Wurzeln nimmt er die Nährstoffe und das Wasser in sich auf, das er zum Wachsen braucht. .

Wenn ich das auf mein Leben übertrage, erkenne ich wie wichtig die Wurzeln sind, in denen ich gegründet bin. So wie die Wurzeln des Baumes mit der Zeit immer mehr Verästelungen bilden, so ist es auch in meinem Leben.

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Mittwochsimpuls Demut

Lesedauer 4 Minuten

In der letzten Woche habe ich in meiner stillen Bibellesezeit immer wieder das Wort Demut gelesen. Deshalb habe ich mich näher mit diesem Thema beschäftigt. Was bedeutet es demütig zu sein und warum ist es so wichtig?

Der Ausdruck Demut kommt von althochdeutsch diomuoti (‚dienstwillig‘, also eigentlich ‚Gesinnung eines Dienenden‘). Im christlichen Kontext bezeichnet Demut die Haltung des Geschöpfes zum Schöpfer. Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt. ( aus Wikipedia ).

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Mittwochsimpuls Großzügigkeit

Lesedauer 2 Minuten

Dieser Bibelvers hat mir wieder vor Augen geführt wie gut und großzügig unser Gott ist.

Alles was ich habe, alles was ich bin ist mir von Gott geschenkt, keine Selbstverständlichkeit und nicht mein eigener Verdienst.

Alles was ich sehe, die Schöpfung, die Vielfalt in der Natur mit ihren Farben und Formen, Sonne-Mond und Sterne, die Tierwelt – alles ist von Gott wunderbar und einzigartig gemacht und ich darf umgeben von dieser Schönheit leben.

Alles was ich rieche, schmecke, fühle zeugt von der Großzügigkeit Gottes. Soviele verschiedenen Düfte erfreuen mich, auch das Essen ist Genuß mit den vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, die ich mit meiner Zunge schmecken kann. Gott ist ein großzügiger Geber und er liebt es seine Kinder zu beschenken.

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Mittwochsimpuls Zweifel überwinden

Lesedauer 3 Minuten

Heute möchte ich meine Gedanken zur Jahreslosung mit euch teilen.

„Ich glaube – hilf meinem Unglauben“ Markus 9,24

In diesem Bibelabschnitt aus dem Markusevangelium geht es um einen Vater, der seinen schwerkranken Sohn zu den Jüngern Jesu bringt, um ihn heilen zu lassen. Als diese ihm nicht helfen konnten, begegnete er Jesus. Mit seiner Enttäuschung stand er vor der Entscheidung, ob er Jesus vertrauen und glauben konnte, daß Heilung doch möglich war. Er war hin und hergerissen und Zweifel und Unsicherheit überkamen ihn. Er war ein gläubiger Mann, kannte Jesus und hatte viele Wunder, die Jesus getan hat, miterlebt und gesehen. Trotzdem überkamen ihn Gedanken des Unglaubens. In seiner Verzweiflung schrie er zu Jesus: “ Ich glaube, hilf meinem Unglauben“.

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Zum Jahreswechsel

Lesedauer < 1 Minute

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes, von Glaube-Hoffnung- und Liebe erfülltes neues Jahr. Ich bedanke mich von Herzen für eure positiven Rückmeldungen, fürs Lesen, Kommentieren und Teilen der Beiträge.

“ Und er sagte zu ihnen: »Geht in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die frohe Botschaft“ Markus 16,15

Buchtipp Himmlische Heimat

Lesedauer 2 Minuten

Gott liebt dich. So lautet eine oft gepredigte Aussage. Doch worin kommt Gottes Liebe eigentlich zum Ausdruck? Getrieben von der inneren Not, diese Liebe nicht wahrnehmen zu können, begab sich der Autor in die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema. In der kompromisslosen Besinnung auf das Wort Gottes waren es Worte ewigen Lebens, die sich bald als größtmögliches Geschenk aufdrängten. Ein Geschenk der Liebe Gottes, das nicht erst nach dem Tod Bedeutung hat, sondern bereits gegenwärtig. Ein Geschenk, das unter Glaubenden heute jedoch viel zu oft unbeachtet bleibt.
In einem vom Wohlstand geprägten Christentum, mit zahlreichen drohenden Holzwegen, ist es dem Autor ein Anliegen, das Evangelium vom Reich Gottes neu in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht etwa, damit wir in der Zukunft den Himmel nicht verpassen, sondern damit wir durch die wunderbare Kraft eines unfassbaren Geschenks bereits heute echtes Leben finden.
Ein Buch für jeden, der sich nach Gottes Liebe sehnt!

Autor:

Andreas Mast, Jahrgang 1976, lebt in Wildberg (Baden-Württemberg), glaubt an Gott, kennt Depressionen, arbeitet als Nachhilfelehrer, baut Gitarren und schreibt Bücher. Er studierte Mathe und Theologie fürs Lehramt und blickt auf zwei Jahrzehnte kirchlichen Ehrenamts zurück. Erfahrungen seines Lebenswegs sorgen für Tiefgang in seinen Werken, Erkenntnisse seines Glaubens für Perspektive. Dem Abitur folgte einst der Zivildienst, diesem wiederum der Besuch einer Kurzbibelschule. Das Studium in Richtung Lehramt für Grund- und Hauptschulen (Mathematik/Theologie) blieb im Anschluss unvollendet. Während gegenwärtig viel Freizeit vom Schreiben und Gitarrenbau vereinnahmt wird, war sie in der Vergangenheit ausgefüllt von ehrenamtlichem Engagement in der Kirchengemeinde sowie, schon etwas länger her, der Leidenschaft fürs Fußballspiel auf Kreisligaebene. Gitarre begann er in der Jugend zu spielen, nach dem Studium dann zu unterrichten, um nun seine eigenen Instrumente auch selbst zu bauen.