Frucht bringen

Lesedauer 2 Minuten

Was bedeutet es Frucht zu bringen? Woran denken wir zuallererst, wenn wir diese Worte hören? Die meisten von uns verbinden „Frucht bringen“ wahrscheinlich mit Leistung. Frucht bringen wir, wenn wir etwas „bringen“, etwas tun, wenn wir unsere eigene Kraft einbringen und daraus etwas entsteht. Da es in vielen Bereichen wie Schule, Beruf, Haushalt usw. um Leistung geht und erwartet wird, kommt uns diese Bedeutung oft als erstes in den Sinn. In unserem Alltag sind wir ständig gefordert, Schüler sollen gute Noten bringen, der Berufstätige soll gute Arbeit leisten und die Hausfrau rechtzeitig das Essen auf den Tisch bringen.

Auch in der Bibel spricht Jesus von Frucht bringen und dass wir dazu bestimmt sind Frucht zu bringen. In Johannes 15, 1-5 lesen wir:

„Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er weg, und jede, die Frucht bringt, schneidet er zurück und reinigt sie so, damit sie noch mehr Frucht bringt. Ihr allerdings seid schon rein, weil ihr mein Wort gehört und angenommen habt. Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Eine Rebe kann nicht aus sich selbst heraus Frucht bringen; sie muss am Weinstock bleiben. Auch ihr könnt keine Frucht bringen, wenn ihr nicht mit mir verbunden bleibt. Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reichlich Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts bewirken.“

Wie entsteht Frucht in der Natur? Ein Same wird gesät, ein Weinstock wächst heran und bildet die Reben aus, die mit dem Weinstock verbunden sind. Eine Rebe kann aus sich selbst keine Frucht wachsen lassen. Jesus macht einen Vergleich. Er ist der Weinstock, Gott-Vater ist der Weingärtner und jeder Mensch, der Gottes Wort gehört und angenommen hat ist eine Rebe. Wie können wir Reben sein, die Frucht bringen? Aus eigener Kraft, durch eigene Leistung oder Taten können keine Früchte entstehen. Wir sind nicht die Wurzel, die sich durch Steine und Felsen einen Weg zum Wasser bahnen muss und die Pflanze hält. Wir sind auch nicht der Stamm, der Nahrung beschaffen muss und die Pflanze trägt. Wir sind die Zweige, die einfach mit dem Weinstock verbunden sind und den Saft der Pflanze aufnehmen. So sollen wir mit Jesus verbunden bleiben, um Frucht zu bringen. Die Beziehung zu Jesus, in ihm zu bleiben ist die Voraussetzung dafür, dass in unserem Leben Früchte wachsen.

Die Früchte, die an einer Weinrebe wachsen haben auch ihre Bestimmung. Die Weintraube ist ein Nahrungsmittel, das Menschen stärkt und zudem trägt sie den Samen des Weinstocks in sich und gibt diesen weiter. Und so können auch wir, wenn wir mit Jesus verbunden bleiben in unserer Bestimmung leben und Früchte entwickeln, die unsere Mitmenschen stärken und ermutigen und das, was Jesus uns gibt, seine Liebe, seinen Frieden, seine Hoffnung, sein Licht weitergeben.

Die Früchte die aus der Verbindung, Beziehung zu Jesus entstehen sind in Galater 5,22 aufgeschrieben:

„Doch die Frucht, die der Geist wachsen lässt, ist: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“

Gottes Bestimmung für uns liegt nicht in Leistung und eigenem“Tun“, sondern darin Kinder Gottes zu „sein“ und Jesus, der in uns lebt, in unserem Leben sichtbar werden zu lassen.

Mittwochsimpuls Gedanken zum Jahreswechsel

Lesedauer 3 Minuten

Ein Jahr geht zu Ende. Wir halten inne, blicken zurück auf Vergangenes und machen uns Gedanken, gute Vorsätze und Pläne für das neue Jahr. Wenn wir das alte Jahr revü passieren lassen, war es für die meisten von uns wohl ein außergewöhnliches Jahr. Es war mit neuen Herausforderungen, Schwierigkeiten, Veränderungen, Einschränkungen und Unsicherheiten verbunden. Vieles von dem, was uns selbstverständlich erschien, war nicht mehr möglich.

Auch ich habe mir wieder Gedanken gemacht:

  • Wofür kann ich dankbar sein?
  • Was war gut?
  • Welche Herausforderungen hatte ich zu bewältigen?
  • Was möchte Gott mir zeigen?
  • Worüber habe ich mich gefreut?
  • Was hat mich traurig gemacht?
  • Welche Veränderungen hat es gegeben?
  • Was ist mir wichtig geworden?
  • Wo bin ich gewachsen, was habe ich dazugelernt?
  • Welches sind meine Baustellen?
  • Was nehme ich mir für das kommende Jahr vor?
  • Welche Ziele möchte ich erreichen und umsetzen?
  • Welche Wünsche und Visionen habe ich?
  • Welchen Plan hat Gott für mein Leben?

Im Rückblick auf das vergangene Jahr, durch alle Umstände hindurch, gab es für mich eine Konstante, eine Sicherheit, eine unerschütterliche Wahrheit:

„Immanuel, Gott ist mit uns“

Gott war mit mir in allen Herausforderungen, Schwierigkeiten, Veränderungen, Einschränkungen und Unsicherheiten. Gott war mit mir in Freude und Leid. Gott war mit mir in meinem Gelingen und in meinem Scheitern. Gott war mit mir, in meinen Wünschen, Visionen und Plänen. Gott war immer und überall da und deshalb war es für mich ein gutes Jahr. Den Blick auf Jesus auszurichten, in allen Dingen auf ihn zu schauen, hat mein Herz mit Frieden erfüllt, einen übernatürlichen Frieden, den die Welt nicht kennt.

„Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren“ Philipper 4,6-7

Dankbar für seine Liebe und Treue, seine Leitung und Führung möchte ich in das neue Jahr gehen.

Im Vertrauen auf Jesus kann ich hoffnungsvoll und zuversichtlich in die Zukunft blicken und meine Zeit sinnvoll nutzen, für alles was wirklich wichtig ist. Das vergangene Jahr bot auch die Chance über die eigenen Prioritäten nachzudenken und diese neu auszurichten.

Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst Matthäus 22, 37-39

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere hinzugegeben.“ Matthäus 6,33

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr mit Gottvertrauen, Hoffnung, Zuversicht, Dankbarkeit und mit seinem Frieden im Herzen.

Den nächsten Mittwochsimpuls gibt es in 2 Wochen wieder, am 13.01.20

Von guten Mächten (Songwriter: Dietrich Bonhoeffer / Glashaus)

Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Noch will das Alte unsre Herzen quälen
Noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
Das Heil, für das du uns bereitet hast.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
Aus deiner guten und geliebten Hand.
Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz
Dann wolln wir des Vergangenen gedenken
Und dann gehört dir unser Leben ganz.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Lass warm und hell die Kerzen heute flammen
Die du in unsre Dunkelheit gebracht
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet
So lass uns hören jenen vollen Klang
Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet
All deiner Kinder hohen Lobgesang.

Mittwochsimpuls Advent – Erwartungen

Lesedauer 3 Minuten

Die Adventszeit hat begonnen, eine Zeit großer Erwartungen. Wir bereiten uns auf das Weihnachtsfest vor und bemühen uns, dass es so schön wie möglich wird. Wir dekorieren, backen Kekse, schmücken den Tannenbaum, kaufen Geschenke, suchen Rezepte für das perfekte Weihnachtsmenü und erwarten uns eine schöne Zeit im Kreise der Familie. Ebenso erwarten wir eine besinnliche, friedliche und harmonische Zeit, in der wir auch innehalten und zur Ruhe kommen können.

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Mittwochsimpuls Zukunftsaussichten

Lesedauer 2 Minuten

Was wird die Zukunft bringen? Die Medien prophezeien uns nichts Gutes, eine Negativschlagzeile jagt die nächste. Ein kleines Virus hält die ganze Welt in Bann und bringt unser gesamtes Leben durcheinander. Jeden Tag halten uns die Medien die neuesten Coronazahlen vor Augen, die Zahl der Infizierten, der Kranken und der Toten. Immer wieder neue Maßnahmen und Einschränkungen um die Welle zu unterbrechen.

  • Wie geht es dir in dieser Situation?
  • Will sich Unmut, Angst, Sorge oder Unsicherheit in dir ausbreiten?
  • Hast du ein mulmiges Gefühl, wenn du an deine Zukunft denkst?
  • Stellst du dir die Frage ob es jemals wieder so wird, wie es einmal war?
  • Sorgst du ich um deine Gesundheit, um die Gesundheit deiner Familie?
  • Hast du aufgrund der wirtschaftlichen Einschränkungen mit Existenzängsten zu kämpfen?
  • Fühlst du dich einsam weil du auf soziale Kontakte verzichten musst?

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Mittwochsimpuls Frieden bewahren

Lesedauer 3 Minuten
Wenn mein Herz auf dich vertraut
und auf deine Liebe schaut,
finde ich Ruhe, finde ich Frieden,
kann ich Sturm und Wellen besiegen,
Inmitten turbulenter Zeiten,
wird deine Gegenwart mich stets begleiten.
Auch in der größten Unsicherheit,
bei dir ist Friede allezeit.
Mein aufgewühltes Herz wird still und kommt zur Ruh,
denn der Gott, der meinen Frieden bewahrt, der bist du.
 (Ulrike Nägele)

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Mittwochsimpuls Auftanken

Lesedauer 3 Minuten

Im letzten Mittwochsimpuls habe ich darüber geschrieben, wie wichtig Ziele im Leben sind, den Blick auf das Ziel gerichtet zu halten und darauf zuzugehen. Um unser Ziel zu erreichen, dürfen wir aber eines nicht vergessen: Immer wieder innehalten und auftanken, ansonsten werden wir auf halber Strecke stehenbleiben. Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind und zum Beispiel unser Urlaubsziel erreichen wollen, brauchen wir einen vollen Tank und wenn das Warnlicht aufleuchtet, dass wir auf Reserve sind, müssen wir auffüllen.

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Mittwochsimpuls Das Herz ausschütten

Lesedauer 2 Minuten

Das Herz gilt als Sitz unseres tiefsten Inneren, der Emotionen, der Persönlichkeit und des Willens. Wer es öffnet, verschafft dem anderen einen Zugang zu seinen Empfindungen und Gedanken und lässt ihn daran teilhaben, was auch ein Zeichen für die Zuneigung und das Vertrauen ist, das man ihm entgegenbringt. Wenn wir beispielsweise einem Freund/in oder Ehepartner/in unser Herz ausschütten teilen wir unsere Emotionen, unsere Sorgen, unsere Probleme, wir erzählen was uns bewegt, was uns bedrückt. Wir schütten unser Herz nur vor Personen aus, die uns sehr nahe stehen, denen wir vertrauen und zu denen wir eine gute Beziehung haben.

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Mittwochsimpuls Dankbarkeit in jeder Lage

Lesedauer 4 Minuten

Danken verändert den Blickwinkel auf das Leben. Dankbarkeit ist ein Lebensstil, den wir einüben und trainieren können. Es gibt immer, in jeder Situation, in jeder Lebenslage, in jeder Krise mindestens einen Grund, wofür wir dankbar sein können. Wir können uns bewusst machen, wofür wir alles dankbar sein können. Nichts ist selbstverständlich, alles ist ein Geschenk.

Dankbarkeit ist demütig genug, sich etwas schenken zu lassen. Der Stolze nimmt nur, was ihm zukommt. Er weigert sich, ein Geschenk zu empfangen. ( Dietrich Bonhoeffer)

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Mittwochsimpuls Frühjahrsputz

Lesedauer 2 Minuten

Diese Woche habe ich meinen Frühjahrsputz begonnen. Ich möchte die Zeit jetzt nutzen, um wieder einmal gründlich Ordnung zu schaffen. Zimmer für Zimmer, Kasten für Kasten, Schublade für Schublade muss erst einmal raus, was nicht mehr gebraucht wird. Mit der Zeit sammelt sich immer wieder einiges an, was ich entsorgen und aussortieren kann. Nach der Entrümpelung wird saubergemacht und gereinigt.

Diese Aktion möchte ich jedoch nicht nur in meinem Haus machen, sondern vor allem auch in meinem Innerem, meinem Herz, meiner Seele, meinem Geist. Auch dort kann sich so einiges ansammeln, das entsorgt werden muss. Das können schlechte, Gewohnheiten, Muster, negative Gedanken/Gefühle oder Glaubensätze sein, welche mir nicht gut tun. Schlechte Erfahrungen, Verletzungen, Schuld, – all das sind Dinge, die mich belasten und die ich nicht länger mit mir herumschleppen möchte.

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