Mittwochsimpuls Die Macht der Gedanken

Lesedauer 5 Minuten

Unsere Gedanken beeinflussen und lenken unser Leben. Es ist uns meist gar nicht bewusst, wie Gedanken in uns wirken. Weißt du eigentlich, dass du durch einen Gedanken entstanden bist? Du bist ein genialer Gedanke Gottes. Du bist nicht auf dieser Welt, weil du es so beschlossen hast, aus einer Laune der Natur, es war auch nicht die Entscheidung deiner Eltern. Gott ist es, der dich ins Leben gerufen hat und dich im Mutterleib gebildet hat, weil er an dich gedacht hat schon bevor du da warst. Du bist nicht auf der Welt aufgrund eines Zufalls, sondern du bist geschaffen von Gott und du hast eine Bestimmung.


„Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!
Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.
Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!
Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele! “ Psalm 139, 13-17

Alles was wir auf der Welt sehen ist durch Gedanken entstanden. Jede Erfindung braucht zuerst Ideen und Gedanken über das, was entstehen soll. Unsere Gedanken senden eine Botschaft an unser Gehirn, welches daraufhin Hormone freisetzt. Daraufhin folgt in uns ein Gefühl und steuert unser Verhalten. Gute Gedanken erzeugen positive Gefühle, schlechte Gedanken erzeugen negative Gefühle.

Deshalb ist es so wichtig, darauf zu achten wie oder was wir denken.

  • Welche Gedanken lassen wir in uns zu?
  • Welchen Gedanken gehen wir nach?
  • Womit beschäftigen wir uns?
  • Welchen Gedanken geben wir Raum?
  • Mit welchen Gedanken füttern wir unser Gehirn?

Mit unseren Gedanken schaffen wir uns eine Realität. Unsere Gedanken werden zu Gewohnheiten und aus den Gewohnheiten entstehen Gedankenmuster, negative oder positive.

Unsere Gedanken werden vor allem auch dadurch geprägt, wie wir unser Umfeld wahrnehmen, unsere Sichtweise und unsere Bewertung der Dinge, die uns widerfahren. Es sind also an sich nicht die Umstände, sondern wie wir darauf reagieren und wie wir in den verschiedenen Situationen reagieren, aufgrund unserer Gedankenmuster.

Neben der sichtbaren Welt bin ich der Überzeugung, dass es auch eine geistige, unsichtbare Welt gibt, in der ein Kampf herrscht zwischen Gut und Böse, zwischen den Mächten des Teufels und den Mächten Gottes. Auch deshalb haben wir so oft mit negativen Gedanken zu kämpfen, die uns klein machen wollen, negative Gedanken über uns selbst und über unsere Mitmenschen.

Positives Denken, wie es in der Psychologie heute vielfach angepriesen wird, kann hilfreich sein, ist meines Erachtens oft jedoch Selbstbetrug. Manche Dinge werden nicht gut, nur weil ich genug positiv denke.

Der Gott der Bibel gibt mir da eine Lösung, die viel tiefer geht und viel mehr beeinhaltet als einfach positiv zu denken.

Ich glaube, dass unser Leben am besten gelingt, wenn unsere Gedanken mit der Wahrheit übereinstimmen. Die Wahrheit finden wir in Gottes Wort. Gottes Wort, die Bibel ist Wahrheit.

“ Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste Schwert und durchdringt unsere innersten Gedanken und Wünsche. Es deckt auf, wer wir wirklich sind, und macht unser Herz vor Gott offenbar. “ Hebräer 4,12

“ Denn obwohl wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise.  Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Absichten zerstören wir und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus“ 2. Korinther 10,3-5

Wenn wir uns mit Gottes Wort beschäftigen, in der Bibel lesen, lernen wir Gott immer besser kennen und verstehen immer besser seine Gedanken.

“ Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR;“ Jesaja 55,8

Gottes Wort gibt uns Orientierung und Anweisung, wie wir in allen Bereichen unseres Lebens denken sollen, in der Familie, mit unseren Mitmenschen, bei unserer Arbeit und unseren Finanzen oder unseren Gedanken über uns selbst. im Indem wir über sein Wort nachsinnen und es immer wieder in uns aufnehmen, wird unser Glaube gefestigt. Der Same, der in uns gelegt ist, kann wachsen und Frucht bringen, bis wir Gottes Gedanken mehr vertrauen, als unseren eigenen Gedanken oder den Gedanken des Feindes.

Wenn ich z.B ein negatives Selbstbild habe, wenig Selbstbewusstsein und schlecht über mich denke kann ich meine Gedanken darauf ausrichten was Gott über mich denkt und wie er mich sieht. Ich werde darüber zahlreiche Verse in der Bibel finden.

Wenn ich mir ständig Sorgen mache über meine finanzielle Lage, Arbeit, Existenzängste habe, suche ich mir die Bibelstellen, die sagen, dass Gott mein Versorger ist.

“ Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung! Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte – aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als Vögel!  Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verlängern?  Und warum macht ihr euch Sorgen um das, was ihr anziehen sollt? Seht, wie die Blumen auf den Feldern wachsen! Sie arbeiten nicht und machen sich keine Kleider, doch ich sage euch: Nicht einmal Salomo bei all seinem Reichtum war so prächtig gekleidet wie irgendeine von ihnen.  Wenn Gott sogar die Feldblumen so ausstattet, die heute blühen und morgen verbrannt werden, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern? Habt ihr so wenig Vertrauen?  Also macht euch keine Sorgen! Fragt nicht: ›Was sollen wir essen?‹ ›Was sollen wir trinken?‹ ›Was sollen wir anziehen?‹  Mit all dem plagen sich Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß, dass ihr all das braucht.  Sorgt euch zuerst darum, dass ihr euch seiner Herrschaft unterstellt, und tut, was er verlangt, dann wird er euch schon mit all dem anderen versorgen. Quält euch also nicht mit Gedanken an morgen; der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last hat.« “ Matthäus 6, 25-34

Wenn ich Angst habe spricht Gott in seinem Wort:

“ Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit “ 2. Timotheus 1,7

“ Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott“ Jesaja 41,10

Fürchte dich nicht findest du übrigens 365 mal in der Bibel, also 1x für jeden Tag.

Wenn ich niedergeschlagen, traurig bin, habe ich immer wieder neue Hoffnung, denn:

“ Die Freude am Herrn ist meine Stärke“ Nehemia 8,10

“ Gott nahe zu sein ist mein Glück“ Psalm 73,28

Wenn ich krank bin:

“ Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Durch seine Wunden sind wir geheilt“ Jesaja 53,4-5

Wenn ich mich um meine Kinder sorge:

“ Die Kinder der Gerechten ( derer, die an Gott glauben) sind gesegnet“ Psalm 112,2

Wenn wir mit Gottes Gedanken übereinstimmen und immer mehr denken, wie er denkt, umso mehr kann er in uns wirken, auf unsere Gebete reagieren und uns verändern.

“ Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt“ Römer 12,2

“ Wir setzen die mächtigen Waffen Gottes und keine weltlichen Waffen ein, um menschliche Gedankengebäude zu zerstören.“ 2. Korinther 10,4

Jedem falschen Gedanken setzen wir die Wahrheit Gottes entgegen.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

“ Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid “ Philipper 4,7




 

Eine Antwort auf „Mittwochsimpuls Die Macht der Gedanken“

  1. Danke für deine Worte, liebe Ulrike –
    welche mich auf den „Gedanken“ brachten:
    Warum wir nicht all zu „er.Findern“ werden?

    Wie oft wird in dieser Welt dieser Gedanke verworfen,
    obwohl „er“ so viele Puzzle-Steinchen verstreut hat (;-)

    Alles Liebe,
    Raffa.

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