Mittwochsimpuls Opfermentalität ablegen

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Siehst du dich selbst oft als Opfer äußerer Umstände? Bist du der Überzeugung Opfer zu sein aufgrund dessen, was um dich herum, in deinem Leben passiert? Machst du andere Menschen für dein Unglück verantwortlich oder gibst ihnen gar die Schuld dafür, dass es dir nicht gut geht? Fühlst du dich hilflos und ausgeliefert?

Es gibt Situationen, in denen die Gefahr besteht, dass wir uns selbst in der Opferrolle sehen. Wir denken vielleicht:

  • Warum passiert mir das?
  • Das wird nie besser!
  • Ich fühle mich ungerecht behandelt!
  • Ich bin nicht gut genug
  • Andere denken schlecht über mich
  • Wenn ich andere Arbeitskollegen hätte, wäre das Arbeitsklima besser
  • wenn mich mein Partner besser verstehen würde, hätten wir ein besseres Eheleben
  • wenn meine Kinder nicht so ungezogen wären
  • wenn ich diese Krankheit nicht hätte usw…

Aufgrund von negativen Erfahrungen in der Vergangenheit können sich schnell negative Glaubenssätze in unserem Denken festlegen. Diese Gedankenmuster führen uns in Passivität und Resignation. Wir ergeben uns den Umständen und bleiben dort stehen, anstatt aktiv etwas zu tun. Wir werden misstrauisch dem Leben und unseren Mitmenschen gegenüber, weil wir schon von vorneherein das Negative erwarten und uns nicht mehr vorstellen können, dass es auch anders sein kann. So verurteilen wir manchmal vorschnell Situationen oder unsere Mitmenschen ohne genauer hinzusehen.

Wir können uns aber auch anders entscheiden. Wir müssen uns nicht als Opfer sehen, sondern können das, was in unserem Leben passiert aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Es ist möglich, die Sichtweise zu verändern und die Opfermentalität abzulegen. Wir selbst haben die Wahl durch welche Brille wir schauen möchten. Wir müssen nicht länger im Selbstmitleid baden, indem wir selbst Verantwortung übernehmen und nicht aufgeben.

Die größte Herausforderung in meinem Leben nicht in diese Opfermentalität zu fallen war die Zeit, in der ich mit Angstzuständen und Depressionen zu kämpfen hatte. Ich hätte die Gründe im Außen finden können, die dazu geführt haben und die Ängste ausgelöst haben und diesen Umständen die Schuld für meinen Zustand geben können. Dann wäre ich jedoch nicht weitergekommen, denn diese Situationen konnte ich ja nicht mehr verändern. Und deswegen machte ich mich auf die Suche. Auf die Suche nach dem, was mir in der Situation helfen könnte. Ich habe geschaut, was muss ich in mir verändern, wie kann ich mit den Ängsten umgehen, wo finde ich Hilfe. Ich habe nicht resigniert, sondern gesucht und gesucht. Meine Suche hat mich zuerst in einige Sackgassen geführt, ich dachte ich hätte die Lösung aber war auf einem Irrweg. Wieder hätte ich aufgeben können, doch in mir war diese Hoffnung. Eine Hoffnung, die sich nicht abfinden wollte, und eine Sehnsucht nach Wahrheit.

Am Ende meiner Suche war Jesus. Er war mein Retter, der, der mich aus aller Angst befreite. Seine Liebe war die Antwort und ihn kennenzulernen, das Beste was mir im Leben passieren konnte. Dieser Weg durch die Angst war für mich der Weg zu Gott. Ich sehe mich nicht mehr als Opfer. Gott hat mich durch die Dunkelheit zu ihm ins Licht geführt.

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“ Mathhäus 7,7-8

Wir können lernen anders zu denken. Mit Gott zusammen können wir anders mit Situationen, Umständen, Menschen umgehen. Es geht um unsere Reaktion auf das, was uns widerfährt. Wir können alles aus Gottes Perspektive, Sichtweise betrachten und unsere Opfermentalität ablegen.

Keine Situation hat Macht über mich, wenn ich sie ihr nicht gebe.

Was will mir ein gewisser Umstand zeigen? Was möchte Gott mir zeigen? Was kann ich daraus lernen?

Wenn ich von anderen Menschen verletzt werde:

Wo spiegelt das Verhalten anderer mich selbst? Wie gehe ich selbst mit meinen Mitmenschen um?

Ich muss nicht alles persönlich nehmen. Ich kann versuchen mich in mein Gegenüber hineinzuversetzen und sein Verhalten verstehen. Oft passieren Verletzungen unbewusst und haben gar nichts mit mir zu tun. Vielleicht hatte die Person gerade einen schlechten Tag und schlechte Laune oder hat mit sich selbst Probleme. Verletzte Menschen verletzen Menschen. Um mich selbst zu befreien kann ich alles Gott abgeben und der Person vergeben.

Mein Denken so verändern, dass ich nichts vom anderen erwarte, sondern schaue was habe ich zu geben. Niemand ist für mein Glück verantwortlich, ich darf nicht die Erwartung an jemand haben, dass er mich glücklich macht. Ich alleine bin für mein Glück verantwortlich.

“ Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben“

„Die Liebe will nichts von dem anderen, sie will alles für den anderen.“ Dietrich Bonhoeffer

Wenn wir nach innen schauen, uns selbst verändern, verändert sich auch unser Umfeld.

„Was du säst, wirst du ernten“

Machen wir uns nicht so viele Gedanken über das, was andere Menschen über uns denken oder sagen können, viel wichtiger ist wie Gott über uns denkt, denn er sieht in unser Herz.

Bildergebnis für was gott über dich denkt ist viel wichtiger

Gedanken von Mutter Teresa:

Die Menschen sind unvernünftig, irrational und egoistisch.
Liebe diese Mensche trotzdem.

Wenn du Gutes tust, werden dich die Menschen beschuldigen, dabei selbstsüchtige Hintergedanken zu haben.
Tue trotzdem Gutes.

Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und wahre Feinde.
Sei trotzdem erfolgreich.

Das Gute, das du heute getan hast, wird morgen schon vergessen sein.
Tue trotzdem Gutes.

Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar.
Sei trotzdem ehrlich und offen.

Die Menschen bemitleiden Verlierer, doch sie folgen nur den Gewinnern.
Kämpfe trotzdem für ein paar von den Verlierern.

Woran du Jahre gebaut hast, das mag über Nacht zerstört werden.
Baue trotzdem weiter.

Die Menschen brauchen wirklich Hilfe, doch es kann sein, dass sie dich angreifen, wenn du ihnen hilfst.
Hilf diesen Menschen trotzdem.

Gib der Welt das Beste, was du hast, und du wirst zum Dank dafür einen Tritt erhalten.
Gib der Welt trotzdem das Beste.

Letztendlich ist dann alles eine Angelegenheit zwischen dir und Gott.
Sowieso war es nie eine Angelegenheit zwischen dir und anderen. (Mutter Teresa)

“ Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen“ Römer 8,28

 

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