Mittwochsimpuls Krise als Chance

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In jedem Leben gibt es Krisen, das können persönliche Krisen sein oder auch ganze Bevölkerungsgruppen treffen. Derzeit betrifft es durch das Coronavirus die ganze Welt. Die Wirtschaft, Tourismus, das Sozialleben ist in vielen Ländern zum Stillstand gekommen. Unser Leben hat sich momentan stark verändert. Wir müssen soziale Kontakte meiden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Treffen mit Freunden, Versammlungen, Sport, Feste, Theater, Kino, Gottesdienste usw. sind nicht möglich. Wir dürfen das Haus nur mehr verlassen, wenn es nötig ist, aus Arbeitsgründen, zum Einkaufen oder aus gesundheitlichen Gründen.

Unter den Menschen herrscht Unsicherheit, niemand weiß wie lange die Situation andauern und wie sie letztendlich ausgehen wird. Was wird noch alles auf uns zukommen, wird das Gesundheitssystem standhalten können, wie wird sich die wirtschaftliche Lage entwickeln?

Diese entschleunigte Zeit bringt jedoch auch die Chance mit sich innezuhalten und sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt im Leben. Wir können unseren Fokus auf das Wesentliche ausrichten, neue Prioritäten setzen, umdenken. Jetzt zählen nicht mehr die Werte unserer Leistungsgesellschaft – höher, schneller, weiter – . Perfektionismus- und Leistungsdruck. Jetzt zählt Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt, Solidarität, Verzicht aus Rücksichtnahme, aufeinander achten und sich Mut zusprechen.

„Lasst uns aufeinander achten! Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun“ Hebräer 10,24

In Zeiten wie diesen wird uns auch bewusst wie zufrieden und dankbar wir sein können für alles was wir haben und wir können auch über unser Konsumverhalten nachdenken. Jetzt wo die meisten Geschäfte geschlossen sind und wir nur mehr das einkaufen können, was wir wirklich brauchen, fallen viele Dinge weg. So merken wir in welchen Überfluß wir eigentlich leben und wie wenig wir eigentlich effektiv brauchen.

„Seid dankbar in allen Dingen“ 1. Thessalonicher 5,18

Jetzt wo wir unsere Freunde nicht mehr besuchen können, keine Gemeinschaft pflegen können, die Gottesdienste wegfallen erkennen wir noch mehr den Wert, von guten Beziehungen und Freundschaften, die uns aufbauen und guttun.

Freundschaft ist ein Geschenk Gottes“

Da jetzt alle Schulen geschlossen sind und je nach Beruf manche Eltern auch nicht zur Arbeit gehen, haben wir viel Zeit Gemeinschaft zu pflegen in unsern Familien und und uns gemeinsame Aktivitäten zu Hause auszudenken.

Durch den Stillstand von Verkehr können wir jetzt schon eine Verbesserung der Luftwerte erkennen, die Natur kann sich regenerieren, in Venedig freuen sich die Menschen über glasklares Wasser in den Kanälen aufgrund dessen, dass keine Schiffe mehr fahren. In Triest schwimmen Delfine bis ans Ufer.

Wir können diese Krise auch als Chance sehen um darüber nachzudenken was uns letztlich wirklich Halt gibt im Leben. Worauf bauen wir unser Fundament, wer oder was gibt uns Sicherheit? Was bleibt wenn materielle Dinge, Reichtum, Finanzen, Gesundheit usw. wegfallen. Wer ist unser Versorger? Alle diese Dinge sind vergänglich und haben keinen Bestand.

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienenRömer 8, 28:

Wir können uns besinnen auf den allmächtigen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, dem nichts unmöglich ist, der derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit. In all unserer Ungewißheit und unseren Sorgen dürfen wir auf ihn vertrauen. Gerade in dieser Zeit, wo unser Glaube auf die Probe gestellt wird, wollen wir festhalten an Gott und bekennen, dass er regiert. Wir können die Zeit nutzen zum Gebet, sein Wort zu lesen und zu proklamieren.

„Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche“  2.Korinther 12,9

Zum Abschluss ein passender Text, den ich im Internet gefunden habe ( Autor unbekannt):

Die Welt steht still und wir bekommen plötzlich alle die Gelegenheit, unser Leben zu überdenken, neue Seiten an einem selber zu entdecken, schwere Entscheidungen zu treffen und sich mit Ängsten auseinanderzusetzen… Plötzlich werden Dinge wichtig, die wir lange genug als selbstverständlich angesehen haben: Wir vermissen körperliche Nähe zu Menschen, soziale Kontakte, das Privileg sich frei zu bewegen, das Reisen, das unbeschwerte Leben, finanzielle Sicherheit und Normalität…Hat es einen Grund warum alles auf den Kopf gestellt wird? Ist es ein Hilfeschrei der Natur, welche eine Pause von uns braucht? Haben wir den Wert des Lebens verloren? Muss einfach wieder einmal daran erinnert werden, was für eine Bedeutung unser Leben hat? In dieser Ausnahmesituation lernen wir uns näher kennen und haben die Gelegenheit, ein Stückchen „besser“ zu werden, Prioritäten anders zu setzen, unseren Mitmenschen mit Rücksicht und Liebe zu begegnen und bestenfalls die eigenen Bedürfnisse zurückzustecken…

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Text „Jesus Christus ist die sehnsüchtige Einladung Gottes zur Niederherstellung einer gebrochenen Welt. deborasommer.com“

Psalm 46: Er steht uns bei!
2 Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not. 3 Darum fürchten wir uns nicht, selbst wenn die Erde erbebt, die Berge wanken und in den Tiefen des Meeres versinken. 4 Auch dann nicht, wenn die Wogen tosen und schäumen und die Berge von ihrem Wüten erschüttert werden. 5 Ein breiter, mächtiger Strom belebt die Stadt Gottes, die Wohnung des Höchsten, den heiligen Ort. 6 Gott ist in ihrer Mitte, schon früh am Morgen beschützt er sie; niemals wird sie ins Unglück stürzen. 7 Ringsum versinken die Völker im Chaos, und ihre Macht wird erschüttert. Denn Gott lässt seine mächtige Stimme erschallen, und schon vergeht die ganze Erde. 8 Der HERR, der allmächtige Gott, steht uns bei! Der Gott Jakobs ist unser Schutz. 9 Kommt und seht, was der HERR Großes getan hat! Seine Taten verbreiten Entsetzen. 10 In aller Welt bereitet er den Kriegen ein Ende. Die Kampfbogen bricht er entzwei, er zersplittert die Speere und verbrennt die Kriegswagen. 11 »Hört auf!«, ruft er, »und erkennt, dass ich Gott bin! Ich stehe über den Völkern; ich habe Macht über die ganze Welt.« 12 Der HERR, der allmächtige Gott, steht uns bei! Der Gott Jakobs ist unser

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